Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Germering (PI) ist im Vorjahr um fast 15 Prozent auf 1928 zurückgegangen.
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Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Germering (PI) ist im Vorjahr um fast 15 Prozent auf 1928 zurückgegangen. (Symbolbild)

Folgen der Pandemie

Unfallstatistik der Germeringer Polizei: Weniger Unfälle, mehr Verletzte

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Germering (PI) ist im Vorjahr um fast 15 Prozent auf 1928 zurückgegangen.

Germering – Die Corona-Lockdowns im ersten Jahr der Pandemie haben zwar insgesamt zu einem Rückgang der Unfallzahlen geführt. Allerdings verzeichnet die Polizei für Germering, Puchheim, Gilching, Eichenau und Alling mehr Unfalle mit Personenschäden. Die aktuelle Unfallstatistik der PI listet einen Anstieg von zehn Verletzten auf 279 auf. Neben 34 Schwerverletzten gab es auch eine Toten – ein 22-jähriger Puchheimer war auf der B 2 von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem VW in ein entgegenkommendes Auto gerauscht.

Zurückgegangen ist im Vorjahr auch die Zahl der Unfallfluchten, von 586 auf 475. 170 dieser Vorfälle wurden aufgeklärt. Dagegen gab es einen Anstieg bei den alkoholbedingten Unfällen von 21 auf 27. Unfallfahrer unter Drogeneinfluss gab es dafür wieder deutlich weniger: 2019 waren es fünf, 2020 nur noch einer.

Die Sicherheit auf dem Schulweg ist gegenüber 2019 unverändert geblieben. Die Polizei erfasste 2020 wieder nur drei Fälle, bei denen Kinder auf dem Weg zur Schule verletzt wurden.

Junge Erwachsene zwischen 18 bis 24 Jahren waren an 135 aller Unfälle beteiligt. Das sind 13 weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings waren die Fahranfänger öfter Verursacher dieser Crashs (80 statt 68). Wie 2019 gabe es aber keinerlei Vorfälle bei Teilnehmern des begleiteten Fahrens.

Auffällig ist die Entwicklung des Unfallgeschehens bei den Älteren ab 65 Jahren. Bei den Autofahrern ging ihre Beteiligung um rund 16 Prozent zurück. Als Radler verunglückten sie dagegen deutlich häufiger als 2019: Hier errechnet die Polizei ein Plus von fas 20 Prozent. In 32 der 49 Vorfälle waren die Senioren die Verursacher. Auch über alle Altersgruppen hinweg zeigte sich: Drei Viertel der Radler waren selbst schuld. Insgesamt waren es 149 Unfälle, an denen Radler beteiligt waren – 15 fuhren Pedelecs oder E-Bikes.

Die Pandemie hat aus Sicht der Polizei auch Auswirkungen auf die Fahrweise der Verkehrsteilnehmer gehabt. Weil weniger los war auf den Straßen, ließen sich viele zum Schnellfahren verleiten. Folge: Die Unfallursache „unangepasste Geschwindigkeit“ stieg um 35 Prozent auf 23. Dies war auch bei den Tempokontrollen der Ordnungshüter zu sehen: Es gab zwar insgesamt weniger Beanstandungen. Die Zahl derer, die mit einem Fahrverbot rechnen müssen, nahm aber deutlich zu.

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