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Verwackelte Bilder, unlesbare Dateien: Damit will Docuware jetzt Schluss machen und hat eine App zum mobilen Scannen entwickelt, die Smartphone-Nutzer glücklich machen soll.

Keine verwackelten Fotos mehr

Unternehmen entwickelt App zum Scannen

Germering - Das Problem kennen viele: Wer scannen möchte, bekommt mit der Smartphone-Kamera oft schiefe Fotos, die beim Versenden über Whats-App unscharf werden, wenn man sie vergrößert. Ein Germeringer Unternehmen möchte hier Abhilfe schaffen.

App öffnen, Handy über eine Buchseite, einen Zettel oder eine Rechnung halten und schon löst die Scanfunktion aus: So einfach soll das Scannen mit dem Smartphone in Zukunft sein. Die Dateien können dann auch noch ganz leicht in WhatsApp, per E-Mail und mit weiteren Funktionen hochgeladen werden. Das Germeringer Unternehmen DocuWare hat die kostenlose App vor über zwei Jahren vor allem für die Nutzer der kostenpflichtigen Dachmarke entwickelt, jetzt wurde sie auch an die Bedürfnisse von Schülern und Studenten angepasst. Denn viele nutzen WhatsApp auch, um mit Klassenkameraden und Kommilitonen Informationen und Notizen auszutauschen.

So sieht’s aus: Das Tagblatt hat die App getestet – das Ergebnis ist nicht schlecht.

Die Idee ist denkbar einfach: Sie entstand aus der Notwendigkeit, spontan scannen zu müssen – bisher eine Aufgabe für Scanner oder Multifunktionskopiergeräte. „Aber das ist alles relativ umständlich und das Anschließen von Geräten an den PC ist oft nicht mehr so leicht möglich“, sagt DocuWare-Geschäftsführer Jürgen Biffar. Währenddessen würden Smartphones immer leistungsfähiger, die Handykameras immer besser. „Damit kann man viel einfacher scannen, auch gerade von unterwegs“, erklärt Biffar. Reisende zum Beispiel können Hotelrechnungen oder Taxiquittungen einfach mit dem Smartphone erfassen und die Datei als PDF direkt von der Reise ins firmeninterne Netzwerk hochladen. Genauso können Schüler ihre Hausaufgaben oder Buchseiten vom Schreibtisch scannen und an Freunde schicken.

Weil die App Ausschnitte von selbst erkennt, zurechtschneidet und geraderückt, soll die Qualität des so erzeugten Bilds besser sein als bei einem gewöhnlichen Foto – obwohl die App dieselbe Kamera nutzt wie die Fotofunktion. Die Applikation, die bisher besonders für Bürozwecke nutzbar war, sollen nun auch Schüler und Studenten über den beliebten Chat-Dienst WhatsApp anwenden. Dafür musste DocuWare dafür sorgen, dass sich die Scans über WhatsApp teilen, also weiterschicken lassen – „keine große, aber eine wertvolle Veränderung“, wie Jürgen Biffar sagt.

Gerade bei sensiblen Daten steht dabei auch die Frage nach dem Datenschutz im Raum. Grundsätzlich gilt: Die App speichert den Scan als PDF auf dem Gerät. Erst wenn die Datei geteilt wird, wird sie ins jeweilige Programm eingespeist. Diese Programme haben jeweils eigene Datenschutzrichtlinien. Der Datenschutz hängt also nicht an der PaperScan-App, sondern an dem Dienst, zum Beispiel dem E-Mail-Portal oder WhatsApp, mit denen der Scan geteilt wird.

Die Applikation scheint sich zu bewähren: Insgesamt nutzen rund 71 000 Menschen bereits den Dienst.

von Maria-Mercedes Hering

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