Das Toilettenhäuschen.
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Das Toilettenhäuschen.

Germering

„Besonders niederträchtig“: Vandalen zerstören Toilettenhäuschen für Menschen mit Behinderung

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Mindestens 7000 Euro Sachschaden entstanden an einem Toilettenhäuschen nach Vandalismus. Die Polizei sucht Zeugen.

Germering - Von einer „besonders niederträchtigen Form von gemeinschädlicher Sachbeschädigung“, spricht Andreas Ruch von der Gemeringer Polizei. In der Nacht auf Dienstag ließen bislang unbekannte Rowdies ihren Aggressionen an einer erst im letzten Jahr in Betrieb genommenen Behindertentoilette am Germeringer Bahnhofsplatz freien Lauf. Sie verunstalteten den Innenraum der Behindertentoilette mit schwarzen Eddingstiften durch „hässliche Schmierereien“, wie Ruch sagt. Zum anderen wurde die eigentlich absperrbare Zugangstüre massiv mit körperlicher Gewalt angegangen. Sie ist gänzlich verbogen und wurde komplett aus den Angeln gehoben. Ärgerlich sei aus polizeilicher Sicht, dass die Videoüberwachung am Bahnhof diesen Bereich nicht erfasst und somit bislang keine Erkenntnisse über die Täter vorhanden seien. „Viel ärgerlicher ist jedoch für Menschen mit körperlicher Behinderung, dass ihnen diese spezielle WC-Anlage die nächste Zeit erst einmal nicht zur Verfügung stehen wird, so Ruch.

Der entstandene Sachschaden ist beträchtlich und dürfte sich auf mindestens 7000 Euro belaufen. Für die Instandsetzungskosten wird die Stadt Germering als Betreiberin der Behindertentoilette aufkommen müssen.

Zeugenaufruf: Wer in der Tatnacht Beobachtungen gemacht hat, die in Zusammenhang mit dem Vandalismus stehen könnten, wird gebeten sich bei der Germeringer Polizei unter Tel. 089-89 4157-110 zu melden.

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