Ein Laptop und Hände auf der Tastatur
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Fake-Shops oder untergejubelte Abonnements - die Internetbetrüger werden immer dreister. (Symbolbild)

Die Jahresbilanz von 2019

Verbraucherzentrale: Betrügereien im Internet immer dreister

Die Verbraucherzentrale im Mehrgenerationenhaus Zenja hat im Jahr 2019 über 396 Ratsuchende ausführlich beraten. Dabei wurden vor allem die Gefahren des Internets deutlich.

Germering – Verbraucherberater und Leiter Patrick Kaiser erteilte zusätzlich 273 Kurzinformationen und Auskünfte. Im Mittelpunkt standen dabei laut Kaiser vor allem rechtliche Fragen wie beispielsweise zu Telefonverträgen, Inkassoforderungen oder Abo-Fallen, so der Verbraucherexperte.

Schattenseiten des Internets

Online-Shopping, Online-Dating oder Streaming von Filmen und Serien – das Internet ist inzwischen aus dem Alltag der meisten Verbraucher nicht mehr wegzudenken. „Doch es läuft nicht alles rund“, sagt Patrick Kaiser. So waren Fake-Shops, untergeschobene Abos beim Online-Dating oder Probleme mit Ticket-Zweithändlern nur ein Teil der Themen, mit denen der Experte in der Rechtsberatung zu tun hat.

Patrick Kaiser, Leiter der Verbraucherzentrale im Mehrgenerationenhaus Zenja

Anlässlich des alljährlichen Weltverbrauchertages am 15. März machte die Beratungsstelle auf eine Gefahr aufmerksam, die ständig wächst: der Identitätsdiebstahl im Internet. Davon spricht man, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien verwenden. „Mit Hilfe der erspähten Daten werden im Internet kostenpflichtige Abos abgeschlossen, Nutzerkonten eingerichtet oder Waren bestellt“, erläutert Patrick Kaiser. Die Verbraucherzentrale hält Tipps bereit, wie sich Verbraucher schützen können und was im Ernstfall zu tun ist.

Ärger mit Telefonverträgen

Unverständliche Rechnungen, untergeschobene Verträge und Probleme mit Drittanbietern – das waren nur drei von vielen Problemen mit Telefonverträgen. „Wenn sich Verbraucher an uns wandten, hatten sie oft bereits vergeblich versucht, ihre Rechte durchzusetzen“, berichtet Patrick Kaiser.

Nicht selten wurden sie von den Unternehmen einfach hingehalten. „Mit individueller Beratung und durch konkrete praktische Tipps konnten wir vielen Betroffenen helfen. Und falls erforderlich führten wir eine außergerichtliche Rechtsvertretung durch, um die berechtigten Interessen der Verbraucher durchzusetzen“, so Patrick Kaiser weiter.

Altersvorsorge im Zinstief

In Zeiten niedriger Zinsen ist die Altersvorsorge eine besondere Herausforderung. Für Verbraucher war es schwierig, sich im Produkte-Dschungel zu orientieren. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach einer persönlichen Beratung zur Altersvorsorge und Geldanlage, um sich über lohnenswerte Finanzprodukte Klarheit zu verschaffen. Auffällig waren die vielen Fragen zu Aktienfonds aber auch zu Riester und betrieblicher Rente. Wer dazu Fragen hat, sollte laut Kaiser einen Termin in der Münchner Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Bayern vereinbaren.

Energieberatung im Trend

Besonders stark nachgefragt war die Beratung zum Energiesparen und zum energetischen Sanieren. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Heizungserneuerung und zu Photovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher. Viele Ratsuchende nutzen einen Beratungstermin in der Beratungsstelle, um sich beispielsweise individuell über sinnvolle Investitionen und Förderprogramme beraten zu lassen. Gefragt waren auch die verschiedenen Vor-Ort-Checks wie der Heiz-Check oder der Eignungs-Check Solar.

Aktuelles

Wegen der Corona-Pandemie fand die Verbraucherberatung für längere Zeit online und telefonisch statt. Jetzt werden Germeringer Verbraucher in der Planegger Straße 9 wieder persönlich beraten. Die Beratung findet nur nach Termin statt, um volle Wartebereiche zu vermeiden. Eine Terminvereinbarung ist telefonisch möglich unter der Nummer (089) 5 52 79 40 oder auf der Homepage. Dort gibt es weitere Informationen zum Beratungsangebot und den Preisen. Diese sind bis zum 31. Dezember entsprechend der Mehrwertsteuersenkung reduziert.

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