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Regionalmanagement

Verkehr: Sechs Kommunen suchen Lösung

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Die Bevölkerungszahl im Südwesten Münchens steigt, der Verkehr wird dichter, der Wohnraum beschränkter. Wie man diesen Problemen Herr wird, soll ein Raumordnerisches Entwicklungskonzept (ROEK) aufzeigen.

Germering – Im Herbst des Jahres 2010 haben sich sechs Kommunen des Münchner Südwestens auf eine Zusammenarbeit in Fragen der räumlichen Entwicklung, vor allem der des Verkehrs, geeinigt. München, Germering, Starnberg, Gauting, Gräfelfing, Krailling, Neuried und Planegg haben damals das ROEK erstellt. Erste gemeinsame Ziele sollten die Förderung des Fuß- und Radverkehrs, des öffentlichen Personennahverkehrs und die Steigerung der Attraktivität der einzelnen Bahnhöfe sein.

Seit Januar dieses Jahres ist Katharina Reichel beim eingetragenen Verein Regionalmanagement München Südwest angestellt, um die Zusammenarbeit zu konkretisieren und voranzutreiben. Vereinssitz ist Gauting. Sie stellte jetzt den Mitgliedern des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ihre Strategien vor – und kündigte zudem an, dass sie sich im Juli für ein halbes Jahr in den Mutterschutz verabschiede. Ihre Vertreterin sei allerdings schon eingearbeitet.

Reichel erinnerte noch einmal an die Ausgangslage: Den Kommunen im Südwesten der Landeshaupstadt sei klar geworden, dass die Verkehrs- und Siedlungsproblematik immer größer und man nicht mehr alleine vor sich hinwursteln könne.

Die junge Regionalmanagerin nannte in ihrem Vortrag vier konkrete Projekte, die angegangen werden sollen. Dazu gehört unter anderem die Innenentwicklung der Kommunen mit Grünvernetzung. Das Thema der baulichen Nachverdichtung spielt laut Katharina Reichel hier eine große Rolle. Um über dieses oft strittige Thema aufzuklären, ist eine Wanderausstellung geplant, die auch in Germering gezeigt werden soll.

Die Aufwertung der Bahnhöfe soll unter anderem unter den Gesichtspunkten der Verknüpfung Rad/Bus geschehen. Diesem Bereich ordnet die Regionalmanagerin auch eine Weiterentwicklung der Rad-Verleihsysteme zu. Der ROEK-Verein habe damit schon einen Dienstleister beauftragt.

Wichtig ist laut Reichel auch die allgemeine Förderung des Radverkehrs auch mit E-Bikes. Es sei geplant, die bestehenden Grünen Radrouten des Fahrradclubs (ADFC) zu erweitern und zu verbessern. Außerdem soll eine neue Übersichtskarte erstellt werden. Die neuen Routen sollen in den MVV-Radroutenplan integriert werden.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Andre (CSU) fand es einerseits erfreulich, wenn überregional zusammengearbeitet werde. Er hoffe aber, dass es etwas schneller vorangeht als bisher: „2010 haben wir angefangen – und jetzt ist schon 2016. Man könnte noch viel mehr tun.“

Oberbürgermeister Andreas Haas war zuversichtlich, dass sich das Tempo des Prozesses steigern werde: Im Verein seien die betroffenen Bezirksausschüsse der Landeshauptstadt vertreten. Das sei ein Vorteil. Er sei jedenfalls der Meinung: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

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