Viele Schilder, viel Verwirrung: Zwischen den beiden Laternenmasten in der Unteren Bahnhofstraße gilt absolutes Halteverbot. Doch viele Autofahrer halten sich nicht daran. 

An der Unteren Bahnhofstraße 

Verkehrsschilder sorgen für Verwirrung

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Das absolute Halteverbot an der Unteren Bahnhofstraße zwischen den Hausnummern 26 und 28 gilt seit Dezember. Aber viele Autofahrer halten sich nicht daran – jedoch unbewusst. Die Beschilderung sorgt offenbar für Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmern.

Germering – An der Unteren Bahnhofstraße geht es manchmal sprichwörtlich zu wie am Stachus. Die Straße ist stark befahren. Schließlich erreicht man über die Nord-Süd-Verbindung Supermärkte, Apotheken und kleinere Restaurants, aber auch das Rathaus sowie das Ärztehaus Germedicum. In den Stoßzeiten staut es sich. Ein Engpass befindet sich an der Unteren Bahnhofstraße zwischen der Ludwig-Thoma- und der Beethovenstraße. Verzwickt wird es, wenn sich hier Lkws und Pkws entgegen kommen. Das hat auch eine Verkehrsuntersuchung des Germeringer Unternehmens Schuh & Co. ergeben.

Aus diesem Grund hat die Stadt im Dezember probeweise ein Halteverbot zwischen den Hausnummern 26 und 28 erlassen, um eine Ausweichfläche zu schaffen. Das Problem: Die Fläche ist oft zugeparkt. Viele Autofahrer halten sich nicht an das Parkverbot – allerdings ganz unbewusst. Schuld ist offenbar die verwirrende Beschilderung.

Insgesamt hängen sechs Schilder an zwei Laternenmasten (siehe Bild). Zwei davon weisen auf das absolute Halteverbot zwischen den Hausnummern 26 und 28 hin. Rechts und links neben dieser Zone gilt ein eingeschränktes Halteverbot, das zwei weitere Schilder anzeigen. Das eingeschränkte Halteverbot wiederum gilt nur für Lkws. Autos dürfen hier parken, worauf zwei weiße Schilder hinweisen. Das könne schon verwirrend sein, sagt Susanne Steer vom städtischen Verkehrsamt.

Nach Angaben der Stadt hat es an der Stelle in den vergangenen Monaten immer wieder Falschparker gegeben. „In der Nacht oder früh morgens steht da kaum jemand, erst untertags“, sagt Steer. Mutmaßlich handelt es sich also nicht um Anwohner, sondern um Menschen, die nicht aus Germering kommen und hier nur etwas erledigen wollen.

Im Rathaus weiß man, dass die Beschilderung einige Autofahrer offenbar verwirrt. Aus diesem Grund ist nun geplant, das absolute Halteverbot deutlicher zu machen. Wie es aus dem Straßenverkehrsamt heißt, soll an beiden Laternenmasten jeweils ein blaues Park-Schild montiert werden. Durch die blauen und relativ geläufigen Verkehrszeichen sollen die Autofahrer leichter erkennen können, wo sie parken dürfen und wo nicht. Wann die Schilder angebracht werden, ist noch unklar. Eine entsprechende Anordnung befindet sich noch in der Bürokratie-Mühle des Rathauses.

An der Park-Regel ändert sich damit nichts. Diese lautet weiterhin: Die Fläche zwischen den Laternenmasten ist ein Tabu. Niemand darf hier sein Auto abstellen. Verkehrsteilnehmer sollen sie nutzen, um bei Gegenverkehr genügend Platz zu haben. Susanne Steer berichtet, dass sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Engpass entschärfe, wenn die Fläche frei sei.

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