Haben die neue Theke des Agua mit einem Espresso eingeweiht: Die Mitglieder des Betriebsausschusses Stadthalle mit OB Andreas Haas (2.v.l.)

Germering

Verluste der Stadthalle gehen nach unten

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Die Stadthalle hat ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. Leiterin Medea Schmitt berichtete im Betriebsausschuss, dass der eingeplante Verlust um rund 134 000 Euro unterschritten werden konnte. Hauptgrund: Die Einnahmen aus den Kartenverkäufen lagen um rund 335 000 Euro über dem Ansatz.

Germering – Der Bericht über das Ergebnis der Stadthalle im zweiten Halbjahr 2018 veranlasste nicht nur OB Andreas Haas zu einer fast schon überschwänglichen Bemerkung: „Es ist super gelaufen“. Auch Dritter Bürgermeister Helmut Ankenbrand (SPD) stufte die Zahlen als sehr erfreulich ein und fragte: „Gab’s das schon mal, dass die Plansätze so unterschritten wurden?“ Antwort von Medea Schmitt: „Ja, aber dieses mal ist die Zahl schon sehr hoch.“

1,24 Millionen Euro Defizit

Der im Stadthallen-Budget zugebilligte Verlust aus dem laufenden Betrieb hätte demnach im Vorjahr rund 1,38 Millionen Euro betragen dürfen. Tatsächlich waren es dann 1,24 Millionen Euro. Zu verdanken hat man dieses gute Geschäft den positiven Veranstaltungsergebnissen. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf sind beispielsweise auf insgesamt 935 000 Euro angewachsen. Gerechnet hatte man für das ganze Jahr mit 600 000 Euro.

Die Stadthalle profitiere dabei laut Schmitt vor allem davon, dass der große Orlandosaal über 1000 Besucher fasse. Damit könne man bei ausverkauftem Haus mit Stars wie Monika Gruber, Max Uthoff oder Willi Astor den eher defizitären Veranstaltungsbereich Oper/Operette kompensieren. Anderen Veranstaltungshäusern mit kleineren Sälen gelänge dies nicht.

Sanierungen

Die unerwarteten Mehreinnahmen kamen der Stadthalle aber auch sehr entgegen. Denn die Ausgaben für die Gebäudeinstandhaltung und noch notwendige Brandschutzmaßnahmen lagen um rund 96 000 Euro über den Ansätzen. Verantwortlich dafür waren vor allem die notwendige Sanierung des Bühnenzuges im Orlandosaal, die Erneuerung der Bühnenvorhänge im Eugen-Papst-Saal und die Erweiterung des Datennetzwerkes im Haus.

Die für das vergangene Jahr vorgesehene Summe von 389 000 Euro für Investitionen wurde um rund 90 000 Euro überschritten. Hauptgrund sind vor allem der Kauf eines Steinway-Flügels für den Amadeussaal und eine Erneuerung der Ton- und Lichttechnik im Nachtasyl. Diese Mehrausgaben konnten aber gedeckt werden, weil aus den Budgets der Jahre 2016 und 2017 noch ausreichend Überschüsse vorhanden waren.

Hagel zerlegt LED-Buchstaben

Die Stadthalle ist beim Hagel-Unwetter vom Pfingstmontag einigermaßen glimpflich davon gekommen. Bei einer Begehung des Hauses im Rahmen der Sitzung des Betriebsausschusses berichtete die im Bauamt für den Unterhalt des Hauses zuständige Heike Torwächter, dass es lediglich bei den Leuchtschriften an und auf dem Gebäude einen Totalschaden gegeben habe: „Die LED-Buchstaben hat‘s komplett zerschossen.“ Außerdem habe es zwei Felder der Photovoltaik-Anlage auf dem Haus erwischt. Das war´s dann aber auch schon.

 Heike Torwächter führt die Mitglieder des Betriebsausschusses einmal jährlich durchs Haus und berichtet über durchgeführte Sanierungen und Neuerungen. Erste Station war dieses Mal das Restaurant Agua. Grund: Die seit der Inbetriebnahme der Stadthalle vor 26 Jahren hier stehende Theke wurde komplett erneuert. Sie war laut Torwächter in hygienischer Sicht völlig veraltet. Außerdem stellten viele nicht benützte Leitungen ein erhebliches Risiko dar.

 Erneuert wurde auch das Parkett im Restaurant. Es wurde abgeschliffen, mit Biolauge behandelt und geölt. zudem wurden sämtliche Leitungen erneuert sowie eine sich automatisch öffnende Schiebetür zur Küche hinter der Theke installiert. Im Nachtasyl konnten die Stadträte die komplett erneuerte Bühne mit modernster Technik bewundern. Die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik ist in weiteren Bereichen vollendet worden. Zudem sind mehrere Hinweisschilder auf Säle jetzt durch LED-Schriften ersetzt worden. Die Schließanlage des Gesamtgebäudes ist ebenfalls umgerüstet worden und funktioniert jetzt mit Hilfe von Transpondern.

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