Germering 

Vier Jubiläen auf einen Schlag: Caritas spannt Netze für die Hilfe

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Die Caritas hat vier Jubiläen auf einen Schlag gefeiert. Die ökumenische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche leistet seit 45 Jahren in der Stadt Hilfe, die soziale Unterstützung und Gemeindecaritas seit 40 Jahren. Einen runden Geburtstag begehen heuer auch die Hilfe für Schuldner (30 Jahre) und die Verbraucher-Insolvenzberatung (20 Jahre).

Germering – Die Caritas ist seit 45 Jahren mit ihren Beratungsstellen in der Stadt vertreten. Im April 1979 wurde die Bezirksstelle in der Otto-Wagner-Straße 11 eröffnet – im selben Haus befindet sich das Pfarrheim, die Pfarrkirche Don Bosco ist unmittelbarer Nachbar. Die Stelle sollte Anlaufstelle sein für alle möglichen Nöte der Menschen. Die Vermittlung in Mutter-Kind-Kuren und die Gemeindecaritas als Unterstützung der Ehrenamtsarbeit in den Pfarrgemeinden, waren ebenfalls auf der Tagesordnung dieser Stelle.

Arbeite gerne bei der Caritas

Aus dieser Keimzelle hat sich ein Netzwerk entwickelt, das nach und nach alle sozialen Bereiche der Stadt abdeckte. Was die Helfer und Berater der Caritas dabei leisten und warum sie es tun, das wurde zu Beginn der Jubiläumsfeier bei einem ökumenischen Gottesdienst deutlich. Nach und nach standen da Mitarbeiterinnen auf und erklärten ihre Motivationen: „Ich arbeite gerne bei der Caritas, weil ich Menschen mag“, „Ich gebe Hilfestellung, halte aber auch die Hoffnung aufrecht“, „Wir verwalten keine Gegenstände“, „Ich will dazu beitragen, das Menschen mit Behinderung eine gute Teilhabe haben“ und „Es ist ein Luxus, in einem Bereich zu arbeiten, wo man helfend mit Menschen in Kontakt tritt“.

Der Netzwerk-Gedanke

Das Bild des unterstützenden Netzwerkes wurde dann noch in der Kirche ganz konkret verdeutlicht. Die Besucher des Gottesdienstes hatten am Eingang rote Schnüre erhalten, mit denen sie an einem Rahmen vor dem Altar lose Stränge zu einem Netz vernüpfen sollten. Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster und Pfarrer Jan Freiwald von der evangelischen Jesus-Christus-Kirche waren dabei ebenso gefordert wie OB Andreas Haas und sein Eichenauer Amtskollege Peter Münster.

Der Netzwerk-Gedanke spielte dann auch in den Festreden bei der anschließenden Jubiläumsfeier im Pfarrheim immer wieder eine Rolle. Gabriele Stark-Angermeier vom Caritas-Vorstand der Erzdiözese sprach von einer Vielfalt von Angeboten, die sich in Germering entwickelt hätten. 135 Jahre soziale Arbeit – auf die Zahl kommt man, wenn die Jubiläen addiert werden – mache was aus. Sie erwähnte vor allem auch den „Leuchtturm Ökumene“, den es in Germering gebe. Die katholische Stadtkirche arbeitet im sozialen Bereich eng mit den evangelischen Kirchengemeinden zusammen.

Über die Grenzen der Stadt hinaus

Kreisgeschäftsführerin Birgit Weiß war ebenfalls fasziniert von der komplexen und umfangreichen Arbeit, die die Mitarbeiter der Caritas in Germering leisten: „Sie sind ein Eingangstor für viele Menschen, die unsere Hilfe brauchen.“

Landrat Thomas Karmasin nannte es enorm wichtig, dass die Caritas ein soziales Netzwerke knüpfe. Der Landkreis wirke bei vielen Projekten mit. Wichtig sei aber die Feststellung: „Sie erfüllen für uns eine Aufgabe.“

OB Andreas Haas erinnert daran, dass die Germeringer Caritas über die Grenzen der Stadt hinaus wirke – die Anwesenheit des Eichenauer Bürgermeisters und des Zweiten Bürgermeisters von Gilching, Martin Fink, waren ein äußeres Zeichen dafür.

Alexander Hertlein, Vorsitzender der Diakonie Fürstenfeldbruck, steuerte noch eine eindrucksvolle Zahl zum Jubiläum bei. In der Beratungsstelle seien in 45 Jahren 40 000 Familien profund beraten und betreut worden.

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