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Zehn Jahre Villa Bambini (v.l.): Der frühere AWO-Vorsitzende Siegfried Kalwa, OB Andreas Haas, Leiterin Justina Romagnola und die aktuellen AWO-Vorstände Harald Müller sowie Saskia Schon mit dem neuen Leitspruch, der am Zugang der Einrichtung aufgehängt werden soll. 

In Germering

Villa Bambini kümmert sich seit zehn Jahren um kleine Kinder

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Die Kinderkrippe Villa Bambini ist in die Jahre gekommen. In dieser Woche feierte die im Wohnkomplex an der Ludwigstraße beheimatete Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ihren zehnten Geburtstag.

Germering –  Aus Sicht des AWO-Vorsitzenden Harald Müller ist dies allerdings kein Alter, denn: „Die ersten Besucher der Villa gehen immer noch in die Schule.“

Die Entstehungsgeschichte der Einrichtung war umso ereignisreicher – in den ersten 15 Monaten ihres Bestehens musste die Villa in Containern unterkommen, die neben der Kleinfeldschule aufgestellt wurden. Die Container gibt es in erweiterter Form noch heute – sie beherbergt die AWO-Mittagsbetreuung der Kleinfeldschule.

An die Anfänge in den Containern erinnerte Gudrun Wolf gerne zurück. Sie ist als einzige vom derzeitigen Team von Anfang an mit dabei und war bis vor kurzem auch Leiterin der Krippe. Aus gesundheitlichen Gründen hat sie dies aber an Justina Romagnola abgegeben. „Im Container war die Gemeinschaft noch enger als jetzt,“ erinnerte sich Wolf – geschuldet war dies ganz einfach den begrenzten Platzverhältnissen.

Dass sie nach Germering kommen würde, hätte sie sich vor zehn Jahren nicht vorstellen können. Die aus Thüringen stammende Erzieherin war damals arbeitslos, als ihr die in Germering lebende Tochter vorschlug: „Bewirb dich doch einfach hier. Die AWO sucht Mitarbeiterinnen für eine neue Krippe.“ Sie sei zu einem Vorstellungsgespräch geladen worden, hätte sich aber nie vorstellen können, dass sie eingestellt würde: „Ich war doch schon über 50.“ Die Zusage sei dann für sie völlig überraschend gewesen.

Die neue Leiterin hat dies auch noch erlebt: „Ich habe ein halbes Jahr nach der Eröffnung als Praktikantin angefangen.“

OB Andreas Haas erinnerte an den Einzug vor achteinhalb Jahren in die jetzigen Räume. Damals seien die Außenanlage der Krippe und auch der übrigen Wohnanlage noch gar nicht gestaltet gewesen. An eine Villa habe man damals und auch beim Provisorium davor noch gar nicht denken können. „Das sieht jetzt schon ganz anders aus,“ freute sich der Rathauschef. Als Geburtstagsgeschenk hatte er eine von Kindern gestaltete Klebefolie mit dabei, die künftig den Eingang der Krippe zieren soll. Zu lesen ist darauf folgender Spruch: „Es gibt Menschen, die die Welt verzaubern, einfach weil sie da sind.“

Kindergartenreferentin Eike Höppner erzählte, dass die Villa Bambini gebaut werden musste, weil vor über zehn Jahren der Bedarf an Betreuungsplätzen erstmals explodiert sei. Diese Entwicklung sei immer noch nicht zu Ende. Der AWO sei zu danken, dass sie in ihrer Krippe immer Überbelegungsplätze geschaffen habe, wenn es notwendig gewesen sei. Teilweise seien statt zwölf Kindern in einer Gruppe bis zu 16 aufgenommen worden. kg

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