Ein Helles vom Brauhaus Germering und andere Köstlichkeiten der Germering-Box trugen das Ihre dazu bei, dass auch der virtuelle Wirtschaftsempfang der Stadt ein Erfolg war. Auf dem Monitor sind (große Fotos v.l. oben im Uhrzeigersinn) Oliver Seidel, Andreas Haas, Jürgen André und Katrin Schmidt zu sehen.
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Ein Helles vom Brauhaus Germering und andere Köstlichkeiten der Germering-Box trugen das Ihre dazu bei, dass auch der virtuelle Wirtschaftsempfang der Stadt ein Erfolg war. Auf dem Monitor sind (große Fotos v.l. oben im Uhrzeigersinn) Oliver Seidel, Andreas Haas, Jürgen André und Katrin Schmidt zu sehen.

Germering

Virtueller Wirtschaftsempfang kommt gut an

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Stadt hat ihren jährlichen Wirtschaftsempfang trotz Corona durchgeführt – als groß angelegtes Online-Treffen über das Videoportal Zoom. Rund 270 angemeldete Teilnehmer waren mit dabei.

Germering – Wenn die Stadt zum Wirtschaftsempfang in die Stadthalle lädt, ist dies einerseits eine Würdigung dessen, was die Unternehmen, Firmen, Händler und Selbständigen das ganze Jahr über geleistet haben. Andererseits soll das Ereignis auch dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Netzwerken dienen. Funktioniert dies auch, wenn jeder Einzelne zuhause vor dem PC sitzt und die anderen nur auf dem Bildschirm sieht oder hört? Eindeutige Antwort: Ja. Auch wenn OB Andreas Haas in seiner Begrüßung zugab, dass ihm richtige Treffen schon noch lieber sind.

Zum Gelingen des von der Agentur SH Events veranstalteten Abends trug unter anderem eine kulinarische Germering-Box bei. Diese hatte jeder nach der Anmeldung erhalten. Der von örtlichen Geschäften zusammengestellte Inhalt: Verschiedene Snacks, Süßigkeiten und Getränke, unter anderem ein kleines Helles vom Brauhaus Germering. Ihre Freude über diesen kleinen Ersatz für das sonst übliche Buffet äußerten zahlreiche Gäste via Chat. Zwei Gebärdendolmetscherinnen – Alina Heßmer und Stefanie Hauke-Schippling – stellten sicher, dass auch Menschen mit Hörschädigung alles mitbekamen.

Moderiert wurde der Abend von Oliver Seidl. Er führte auch durch den inhaltlich wichtigsten Teil der Veranstaltung: Eine Talkrunde mit OB Haas und den Vorsitzenden des Wirtschaftsverbands, Katrin Schmidt und Jürgen André. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, warum die Stadt ausgerechnet in der Pandemie-Zeit die Grund- und die Gewerbesteuersätze angehoben hat. Jürgen André meinte, dass das sehr irritierend gewesen ist für die Firmen vor Ort: „Überall wird versucht, mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft durch die Krise zu bringen. Und bei uns werden die Steuern erhöht.“

OB Haas antwortete zunächst, dass es nie einen richtigen Zeitpunkt für Steuererhöhungen gibt. Die Krise treffe aber alle – auch die Stadt. Und weil der städtische Haushalt genehmigt werden müsse, gebe es nicht viele Möglichkeiten, ihn ausgeglichen zu gestalten. Die Stadt könne sparen („Das tun wir“), Schulden machen („Das tun wir auch“) oder die Einnahmen durch Steuererhöhungen steigern. Weil die ersten beiden Maßnahmen nicht ausreichen, müsse man die Steuern moderat erhöhen. Betroffen sei aber nur, wer Gewinne macht. Die Stadt gewähre außerdem Stundungen. Einzelunternehmen könnten die Steuer absetzen.

Aufgelockert wurde der Empfang dann durch die zauberhafte Einlage des Magiers Tombeck, bei der jeder zuhause mitmachen konnte. Und abschließend gab es wie bei den echten Empfängen noch ein gemütliches Zusammensein – wobei dieses so aussah, dass man virtuell in kleinen Gruppen unterschiedliche Räume aufsuchen und dann miteinander ins Gespräch kommen konnte.

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