Maximilian Streicher wird am Dienstag als neuer Stadtrat vereidigt.

Stadtrat

Vom Skilager direkt zur Vereidigung

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Der Nachfolge für die im Dezember aus dem Stadtrat ausgeschiedene Tanja Pfisterer (ÖDP/Parteifreie) steht fest. In der Sitzung am kommenden Dienstag wird Maximilian Streicher vereidigt.

Germering – Der 33-jährige Maximilian Streicher war bei der Kommunalwahl auf der Stadtratsliste von ÖDP/Parteifreie auf dem vierten Platz gelandet. Damit war er nicht der erste Nachrücker für Tanja Pfisterer, die mit Karin Sepp den Einzug ins Gremium geschafft hatte: Vor ihm lagen noch Sven Thiem und sein Vater Alfred Streicher. Der war für die nicht mehr existierende Bürgervereinigung Unterpfaffenhofen Germering (BVUG) und dann eben für die ÖDP/Parteifreien jahrelang ein Aushängeschild im Stadtrat. Im Kreistag ist Alfred Streicher weiterhin aktiv. Aber in den Stadtrat wollte er nicht zurückkehren. Auch Thiem lehnte ein Nachrücken in das Gremium aus zeitlichen Gründen ab. Maximilian Streicher musste dann nicht lange überlegen, wie er gesteht: „Mir war sofort klar, dass ich es mache.“

Kommunalpolitisch ist Maximilian Streicher noch ein unbeschriebenes Blatt. Allerdings weist er darauf hin, dass er sich immer schon in Germering engagiert hat. Er war in der Pfarrjugend St. Martin als Leiter aktiv und ist schon lange Leichtathletiktrainer beim SV Germering. Außerdem habe natürlich auch das politische Wirken seines Vaters ein wenig auf ihn abgefärbt: „Da wächst man natürlich rein.“

Die Nähe zur Politik hat dann auch bei der Berufswahl eine Rolle gespielt. Maximilan Streicher studierte Politikwissenschaften und Soziologie. Seit vier Jahren ist er Lehrer für Englisch, Sozialkunde und Geschichte am Gymnasium Puchheim – auch der Lehrerberuf liegt in der Familie: Die Mama unterrichtete jahrelang an der Kerschensteiner Schule.

Bei der Frage nach seinen politischen Zielen für Germering weist Streicher zunächst darauf hin, dass die Mehrheiten im Stadtrat der kleinen ÖDP/Parteifreien-Fraktion wohl wenig Möglichkeiten biete. Er denke dabei eher an das bekannte ÖDP-Plakat mit dem Reißnagel, der den übermächtigen bayerischen Löwen piesackt. So ähnlich stelle er sich seine Arbeit im Stadtrat vor: Themen suchen und darauf hinweisen, was falsch läuft.

Eine große Rolle werde dabei sicher nach wie vor die Stadtentwicklung spielen – auch wenn da aus seiner Sicht schon vieles gelaufen ist. Und zwar nicht immer zum besten, wie Streicher meint. Als ein Beispiel nennt er die Ortseinfahrt von Puchheim aus über die Augsburger Straße. Der Handwerkerhof sei keine Augenweide.

Am Dienstag wird Maximilian Streicher auf das Ehrenamt des Stadtrats eingeschworen. Den Termin kann er nur mit großer Mühe wahrnehmen: Streicher ist als Begleiter mit zwei 7. Klassen ab Montag im Skilager im Salzburger Land. Zur Stadtratssitzung wird er sich aber kurzzeitig von seinen Kollegen und Schülern verabschieden und nach Germering fahren. Nach der Vereidigung geht’s dann zurück nach Werfenweng.

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