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Der Helm passt, der Sponsor auch: Lena Dürr und DocuWare-Chef Jürgen Biffar setzen ihre nun schon dreijährige Zusammenarbeit fort. 

Dank Unterstützung aus Germering

Vor dem Saisonstart: Weltcup-Lena hat neues Material

Draußen verschwindet bei 15 Grad gerade die Sonne am Horizont, drinnen strahlt Lena Dürr in die Kameras. Der Germeringer Ski-Star schaut mal wieder kurz in seiner Heimat vorbei.

Germering –  Klar, es ist ein Pflicht-Termin bei Jürgen Biffar und seiner Firma Docuware, deren Logo mittlerweile die dritte Saison Helm und Mütze der Weltcup-Fahrerin ziert. Doch die 27-Jährige ist bester Laune – und noch besserer Dinge, was die neue Saison angeht.

Denn die hat hoffnungsvoll begonnen. Als Deutschland im August unter der Hitzewelle ächzte, zog die Germeringerin ihre Linien in denaustralischen und neuseeländischen Schnee. Keine konnte ihr dabei das Wasser reichen. Zwei Mal stand Dürr beim Australian New Zealand Cup im Riesenslalom ganz oben auf dem Stockerl. Ihr Fazit: „Das war ein cooler Ausflug.“ Auch wenn sie den Trip nach Down Under aus eigener Tasche finanzieren musste.

Doch das war es ihr wert. Schließlich ist jede Minute im Schnee Gold wert. Vor allem, wenn man gerade den Ausrüster gewechselt hat. Seit Mai ist Dürr mit neuen Ski, Schuhen und Bindung unterwegs. Gutes Material, wie sie sagt. „Aber noch haben wir die perfekte Abstimmung nicht gefunden.“

Das hat sich beim Weltcup-Auftakt auf dem Eis des Rettenbach-Gletschers oberhalb von Sölden gezeigt. Bei Neuschnee und Sturm reichte es für die Germeringerin im Riesenslalom nicht für den zweiten Durchgang. „Eines der schwersten Rennen meiner Karriere“, sagt Dürr. „Wir waren alle froh, dass nichts passiert ist.“

Entmutigen lässt sich die 27-Jährige davon aber nicht. Und auch an ihrem Plan, diese Saison wieder im Riesenslalom anzugreifen, ändert das Ergebnis von Sölden nichts. „Ich will keine reine Slalom-Fahrerin sein“, sagt die Sportlerin, deren Paradedisziplin der Kurzschwung-Tanz durch den Stangenwald ist.

Aufs Parkett – um im Bild zu bleiben – geht es für Dürr schon bald wieder. Heute startet der Flieger nach Schweden, wo die Tanzschritte im Slalom perfektioniert werden sollen. Das erste Weltcup-Slalom-Kräftemessen findet dann im Nachbarland Finnland statt. In Levi, nördlich des Polarkreises geht es für Dürr und ihre Konkurrentinnen am 17. November um die begehrten Punkte – und nicht nur um die. Denn diesen Winter steht die Ski-WM im schwedischen Are auf dem Programm. Und wie vergangenes Jahr zu Olympia gilt es, sich dafür erst einmal zu qualifizieren. Ein achter oder zwei Mal mindestens ein 15. Platz im Weltcup reichten dafür. Das Ticket hatte Dürr vergangenes Jahr bereits zum Saisonauftakt in Levi gelöst. Dieses Kunststück will sie heuer wiederholen. „An Finnland habe ich gute Erinnerungen.“ (TOBIAS GEHRE)

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