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So soll der künftige Landschaftspark zwischen der Freihamer Bebauung und der A 99 (l.) aussehen. Ein Badesee ist hier nicht vorgesehen. Er läge links der A 99. 

Münchner Planungen

Vor den Toren der Stadt Germering: Bekommt Freiham jetzt einen Badesee?

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Die Münchner Stadtrats-Grünen haben es schon vor Wochen gefordert, jetzt ziehen die Fraktionen von CSU und SPD nach: Im neuen Stadtteil Freiham soll neben einem Landschaftspark möglichst auch ein Badesee entstehen. Und zwar direkt an der Germeringer Stadtgrenze. OB Andreas Haas reagiert zurückhaltend.

Germering– In unmittelbarer Nachbarschaft zu Germering entsteht ein neuer Münchner Stadtteil, der in den nächsten 15 bis 20 Jahren die Größe einer Kleinstadt erreicht. Bis zu 25 000 Menschen sollen dort letztlich künftig wohnen. Dass die neue Nachbarn auch Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung brauchen, wurde von den Planern der Landeshauptstadt schon berücksichtigt. Ein Landschaftspark so groß wie der Münchner Westpark ist geplant.

Forderung nach einem See auch aus dem Kreis Starnberg

Im Germering Stadtrat wurde allerdings schon vor zwei Jahren bemängelt, dass weder ein See noch ein Schwimmbad vorgesehen sind. Nicht nur Germering befürchtete deswegen, dass die künftigen Freihamer die benachbarten Bäder und Seen aufsuchen werden. Die Wörthseer Bürgermeisterin Sabine Muggenthal forderte mit mehreren Kollegen aus dem Landkreis Starnberg Münchens OB Udo Reiter schon im Vorjahr auf, in Freiham ein Freibad oder einen Badesee zu planen.

Jetzt scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Ende Juli beantragte Katrin Habenschaden, OB-Kandidatin der Münchner Grünen, den Landschaftspark um einen Badesee zu erweitern. Das Baureferat der Landeshauptstadt hat dies allerdings aus Platzgründen schon ausgeschlossen.

Die Fraktionen von CSU und SPD habe jetzt nachgelegt. In einem gemeinsamen Antrag an OB Reiter fordern sie die Schaffung eines Badesees und eines ganzjährig nutzbaren Schwimmbads zusätzlich in einem Erholungsgebiet zum schon geplanten Landschaftspark. Entstehen soll das alles westlich der A 99, also unmittelbar an der Germeringer Stadtgrenze. Eine Überbauung der Autobahn soll den künftigen Erholungsraum noch attraktiver machen.

Stadt München will beim See und beim Park mit Germering zusammenarbeiten

Wie Verena Dietl (SPD) und Johann Sauerer (CSU) stellvertretend für ihre Fraktionen mitteilen, soll bei der Planung eng mit Germering zusammen gearbeitet werden. Das Münchner Planungsreferat soll gemeinsam mit der Großen Kreisstadt Vorschläge ausarbeiten. Johann Sauerer ist zuversichtlich, dass durch die angedachte Kooperation mit Germering und einer komfortablen Verkehrsanbindung für die Anwohner des Münchner Westens ein echter Mehrwert entstehen könne. Sauerer: „Nur wenn wir es schaffen, dass Freiham auch ein lebenswertes Viertel wird, in dem sich die Menschen gerne aufhalten und ein abwechslungsreiches Freizeitangebot zur Verfügung steht, kann diese Siedlung ein Erfolg werden.“

Germerings OB reagiert zurückhaltend

Ganz so zuversichtlich fällt eine erste Bewertung der Idee durch OB Andreas Haas nicht aus. Er hat aus dem Griechenland-Urlaub Kontakt mit seinem Stellvertreter Wolfgang Andre aufgenommen. Wie dieser mitteilt, habe Haas leicht verwundert auf den Vorgang reagiert. Er hätte sich gewünscht, dass die Münchner Stadtpolitiker im Vorfeld mit ihm über die Sache gesprochen hätten. Er wolle den Vorschlag deswegen jetzt nicht bewerten, sondern eine genaue Prüfung abwarten. Unter anderem müsse zuvor auch die gesamte Verkehrsproblematik noch unter die Lupe genommen werden. Man dürfe nämlich nicht vergessen, dass ein attraktives Erholungsgebiet auch weiteren Verkehr nach Freiham anlocken würde.

Das Verkehrsproblem

Die Verkehrsentwicklung in Freiham wird im interfraktionellen Antrag von SPD und CSU zwar erwähnt – aber Lösungsmöglichkeiten werden nicht genannt. SPD-Stadträtin Verena Dietl schreibt: „Uns ist sehr daran gelegen, in neuen Wohngebieten auch immer die nötige Infrastruktur von Anfang an zu berücksichtigen und zu planen. Dazu gehören neben Schulen, Verkehr und Nahversorgung auch Erholungs- und Freizeitangebote, um eine hohe Lebensqualität für die Menschen vor Ort zu schaffen.“ Ihr CSU-Kollege Lauerer bleibt ebenso unkonkret: „Wir dürfen weder die verkehrliche Anbindung noch die Lebensqualität vor Ort vernachlässigen.“

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