1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Germering

Vorweihnachtliche Stimmung mit Jazz und Chansons

Erstellt:

Von: Klaus Greif

Kommentare

Begeisterte mit ihrem Trio im Amadeussaal: Gabriele Misch.
Begeisterte mit ihrem Trio im Amadeussaal: Gabriele Misch. © mm

Der Christkindlmarkt wurde abgesagt, die traditionelle Volksmusik im Advent gab’s coronabedingt in diesem Jahr auch nicht. Wer sich einen besinnlichen, aber auch heiter beschwingten Abend in der VorWeihnachtszeit gönnen wollte, der war im Amadeussaal der Stadthalle am richtigen Ort.

Germering – Die Sängerin und Schauspielerin Gabriele Misch hatte zu „Chansons meet Jazz“ geladen. Gemeinsam mit Pianist Peter Wegele, Schlagzeuger Dittmar Hess und Kontrabassist Eric Stevens bot sie einen perfekten Abend zum Innehalten und Nachdenken, aber auch zum Fingerschnippen und Fußwippen.

Gabriele Misch ist die Witwe des vor fünf Jahren verstorbenen Germeringer Komponisten Günter Edin. Mit einem seiner schönsten Lieder, dem langsamen Walzer „Wunderwesen der Nacht“, leitete die mittlerweile in Krailling lebende Künstlerin den Abend ein. Damit war die „stade Stimmung“ vorgegeben.

Sie wurde auch nicht gebrochen durch das nächste Stück, das aus dem Jazz-Bereich kam: „As times goes by“. Peter Wegele, Dittmar Hesss und Eric Stevens zeigten hier zum ersten und nicht letzten Mal, was für großartige Jazzer sie sind. Allen voran Pianist Wegele, der bei seinen Improvisationen am Steinway-Flügel nicht nur mit seiner Virtuosität, sondern vor allem auch seiner Kreativität begeisterte. Dass ihnen Gabriele Misch ausreichen Raum gab, ihr Können zu zeigen, spricht für die Sängerin. Bei drei weiteren Jazz-Standards – „Emily“, „Golden Earrings“ und Now’s the Time“ – überließ sie den drei spielfreudigen Musikern die Bühne und setzte sich an den Rand.

An den Rand gespielt wurde sie natürlich nicht. Dafür hat Gabriele Misch eine zu starke Bühnenpräsenz und eine mehr als eindringliche Stimme. Die setzte sie nicht nur bei bekannten Chansons wie „Sous le ciel de Paris“ oder Songs wie „Smile“ von Charlie Chaplin ein. Immer wieder streute sie auch nachdenklich machende Gedichte von Paul Celan und mehrmals Bertold Brecht ein und erntete reichlich Applaus dafür. Mit einer Zugabe wurden die rund 30 Besucher – mehr waren nicht zugelassen – in den Advent entlassen.  kg

Auch interessant

Kommentare