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Wahlsonntag wird zum Ausflugstag

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Marktsonntag, Energietage, 10-Seen-Classic-Rallye und natürlich die Landtags- und Bezirkstagswahl. Ganz Germering ist auf den Beinen. Doch wie sieht es mit dem Verkehr aus?

Germering – Sybille Auner und Alexander Freundorfer strahlen, als sie die Untere Bahnhofsstraße Richtung Kleiner Stachus schlendern. Das Pärchen aus Germering hatte das Nützliche gleich mit dem Angenehmen verbunden und war nach dem Wählen auf den Marktsonntag gegangen. „Wir wollen noch das schöne Wetter genießen“, sagten die beiden fast synchron.

Dass das Pärchen so entspannt war, hatte wahrscheinlich auch damit zu tun, dass sie zu Fuß zu ihrem Sonntagsausflug aufgebrochen waren. „Wir haben ein Schreiben von der Stadt bekommen, zum Wählen besser ohne Auto zu kommen“, erzählte Alexander. So war es dann auch ganz einfach erst das Kreuzchen zu machen, kurz bei den Energietagen vorbeizuschauen und dann anschließend noch auf den Marktsonntag zu gehen.

Für die 30-Jährige und ihren 28-jährigen Freund war auch klar, dass es am Abend, nach der Stimmauszählung, eine Überraschung geben wird. Sie vermuteten, dass die etablierten Parteien viel an Wählergunst verlieren werden. Die beiden ließ das aber kalt. Ihre Pläne sahen wie folgt aus: „Wir holen uns jetzt noch was Leckeres zu Essen und genießen den Abend.“

So wie Auner und Freundorfer machten es viele Besucher, denn das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Die Parkplätze um die Stadthalle waren zwar gut gefüllt, aber der Verkehr hielt sich in Grenzen. Es scheint, dass das Schreiben der Stadt, das Auto zuhause stehen zu lassen zumindest bei den Germeringern gefruchtet hatte.

Das schöne Wetter mit bis zu 27 Grad tat dann das Übrige. Viele Menschen spazierten gemütlich zwischen den Energietagen in der Stadthalle und dem Marktsonntag hin und her. Zum Verweilen luden auch die vielen Bierbänke und Ess-Standl am Kleinen Stachus ein. Wer neben seinem Bier und seinem Steckerlfisch noch mehr Unterhaltung suchte, konnte auf der Bühne am Eingang der Hartstraße unter anderem der Tanzschule „Lass mich Tanzen“ aus Germering zuschauen, die mit ihren Formationstänzen das Publikum begeisterte.

Buchhändlerin Marion L. aus Gilching war mit ihrer Mutter Elisabeth zum Marktsonntag gekommen. Denn obwohl in Gilching auch Marktsonntag war, ließ sie ihren Laden zu und genoss den schönen Tag lieber in der Nachbarstadt. „Leider wollen immer alle Gemeinden am selben Wochenende ihren Markt machen und nehmen sich so die Besucher weg“, moniert die 30-Jährige.

Bei dem Wahlergebnis erwartet das Mutter-Tochter-Gespann aber keine große Überraschung. „Es wird so kommen, wie in den Umfragen. Die großen Parteien werden verlieren“, sagt die 68-jährige Elisabeth. Die Wahl, wo es als nächstes hingeht, fiel auf jeden Fall eindeutig aus, sie steuerten direkt einen Schuhladen an.

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