Monika Gruber hat in Germering ihr neues Programm „Wahnsinn“ getestet.

Vorpremiere in der Germeringer Stadthalle

Wahnsinn: Die Gruaberin ratscht ihre Fans in Grund und Boden

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Wahnsinn, de Gruaberin! Zwei Stunden lang hat Bayerns Dialekt-Röhre die restlos ausverkaufte Stadthalle gerockt. Oder besser: In Grund und Boden geratscht. 

Germering Dabei war es erst eine von 20 Vorab-Premieren ihres neuen Programms, ehe Monika Gruber offiziell mit „Wahnsinn“ auf Tournee geht. Bis dahin wird noch permanent geschliffen und verändert. Spontane Gags mit dem Publikum nicht ausgeschlossen. Was zwei am Montagabend zu spät gekommene Besucher mit einem scharfen Zurechtweisungs-Pfiff von der Bühne zu hören und spüren bekamen. Aber die hatten ohnehin ein Riesenglück, eines der regelmäßig innerhalb weniger Online-Minuten vergriffenen 37-Euro-Tickets zu erhaschen und die 46-jährige Ratschkathl aus Tittenkofen enthusiastisch feiern zu können. Am 12. Februar gastiert Monika Gruber in Fürstenfeldbruck. Der Stadtsaal ist allerdings ebenso bereits ausverkauft wie ein Zusatzgastspiel am 13. Juni. Erstmals hat sie sich dafür männliche Warm-up-Unterstützung gesucht. Und mit Anheizer Roland Hefter („Drei Männer nur mit Gitarre“) auch gefunden.

Das Geheimnis von Grubers Erfolgsrezept ist eigentlich ganz simpel: Sie schaut dem Volk aufs Maul und ist dann das Sprachrohr derjenigen, die sich – auch welchen Gründen auch immer – politisch korrekt verhalten und auf solche Wortwahlen verzichten müssen. „Sie sagt auf der Bühne das, was wir uns denken, aber nicht aussprechen dürfen“, gestand in Germering dann auch ein in der Bankerszene tätiger Fan aus Alling. Nie würden dem Seriösen mittlerweile verpönte Worte wie Neger oder Zigeunerschnitzel über die Lippen kommen. Die Moni darf das. Und sie darf sich auch darüber wundern, warum der „Führer“schein hierzulande von der Gutmenschen-Fraktion noch immer nicht beanstandet wird.

Überhaupt: Veganer, Grüne oder SUV-Muttis, die kein dickes Fell haben, sollten sich erst gar nicht um Gruber-Tickets bemühen. Denn für sie, die wahnsinnig perfekt in Monis Beuteschema passen, wäre der Abend mit der derben Herben ein akustischer Albtraum. Das Wahnsinns-Motto: „Wenn da Kopf a Depp ist, muaß da Körper es büßen.“

Monika Gruber schimpft und grantelt in ihrem sechsten Soloprogramm mit einem zweistündigen Hochgeschwindigkeitsmonolog über alles, was aufregt, narrisch macht und berührt. Im Dunstkreis ihrer Erdinger Heimat zwischen Donau und Zugspitze hat sie überall ein Heimspiel. Möglicherweise etwas schwieriger wird das, wenn sie den „Wahnsinn“ über den Weißwurst-Äquator einschleppt und die verpönten Preißn damit infiziert. Wobei für die dann der Dialekt als natürliche Sprachbarriere lindernde Wirkung haben könnte.

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