Heinz Feilmeierhat sich Ziele gesetzt.

Eishockey in Germering

Wanderers starten ganz neu von ganz unten

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Bei den Wanderers steht alles auf Neuanfang. Nach dem Abstieg aus der Eishockey-Bayernliga hatte sich der Germeringer Verein aus finanziellen Gründen und Personalsorgen auf Funktionärsebene freiwillig bis in die Bezirksliga, der tiefsten Spielklasse Bayerns, zurückgezogen.

Germering –  Sportlich betrachtet, wären sie in der Landesliga spielberechtigt gewesen. Ein Landkreisderby mit dem dort etablierten EV Fürstenfeldbruck wird es trotzdem geben – wenn auch am 21. Dezember nur gegen die Reserve aus der Amperstadt.

Trotzdem: Nach fünf Siegen in sechs Testspielen zum Teil gegen Landesligisten gelten die ausschließlich deutsch-besetzten Germeringer in der Bezirksliga mindestens als Mitfavorit, wenn Abend, 20 Uhr, gegen die Spielgemeinschaft aus Bad Bayersoien und Peiting der Startschuss im heimischen Polariom fällt. Mit Spielern wie Daniel Klein, Simon Klopstock, Benedikt Pfeil oder Kapitän Quirin Reichel haben etliche Talente den Weg nach unten mit angetreten. Und auch Trainer Heinz Feilmeier blieb für viele überraschend an Bord. Der Gröbenzeller erklärt die Gründe, den Neuanfang und die Ziele.

Von der Bayern- in die Bezirksliga: Warum sind Sie diesen Schritt mitgegangen?

Ich war nach der vergangenen Saison mental total leer und wollte nach 25 Jahren als Trainer eigentlich gar nichts machen. Der Verein hatte schon nach der Saison erklärt, dass er gerne mit mir weitermachen würde. Ich wollte mich nicht einfach vom Hof schleichen. Es gab Gespräche mit dem damaligen Notvorstand und mit dem späteren Vize-Vorsitzenden Albert Bittl, den ich auch privat sehr gut kenne. Da der Aufwand in der Bezirksliga geringer ist, habe ich schließlich gesagt, dass wir den Neuanfang gemeinsam anpacken.

Die Wanderers gelten als Mitfavorit. Welche Ziele haben Sie gesteckt?

Mein großes Problem ist die Verteidigung. Ich habe nur zwei gelernte Abwehrspieler, die bereits im Männerbereich gespielt haben. Das ist eine Baustelle und damit wird es auch in der Bezirksliga unheimlich schwer. Man darf sich auch nicht von der Vorbereitung täuschen lassen. Es ist schwer, das Problem über eine ganze Saison zu kompensieren. Aber im Sturm sind wir jung und hungrig. Ziel muss klar sein, dass wir um den Aufstieg mitspielen. Dazu müssen wir in der Vorrunde Platz zwei erreichen.

Wer sind die Hauptkonkurrenten?

Unser Auftaktgegner Bad Bayersoien hat sechs Spieler im Kader, die mindestens Bayernliga gespielt haben. Auch Geretsrieds Reserve ist eine eingespielte Truppe und arbeitet zudem gut mit der ersten Garde zusammen.

Wie wichtig ist ein guter Start?

Enorm wichtig, damit du gleich im Rennen bist. Das gibt ein besseres Gefühl, als wenn man schon jetzt hinterher laufen muss.

Sie haben einige Aktive, die mit der Reserve schon in der Bezirksliga gespielt haben. Jetzt sind sie das Aushängeschild.

Richtig, das ist schon eine andere Situation. Zuschauer und Umfeld werden anders reagieren. Das kann zu Nervosität führen. Ich habe aber viele Gespräche geführt und hoffe, dass die Spieler die nötige Lockerheit mitbringen.

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