Seit einigen Wochen wird an der Kerschensteinerstraße gebaut. Wenn das neue Kinderhaus St. Nikolaus fertig ist, stehen wieder zusätzliche Kindergarten- und Krippenplätze zur Verfügung. tb-foto

Sozialausschuss Germering

In den Kitas fehlt es an Personal: einige Kinder bekommen keinen Platz

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Nach der Einschreibung in die Kindertagesstätten steht fest: Im Krippenbereich bleiben vorerst 76 Kinder ohne Platz, in den Kindergärten sind es 50. Die Ursachen sind vielfältig. Bei den Krippen fehlt vor allem Fachpersonal – Räume wären eigentlich vorhanden.

Germering – Sozialamtsleiter Martin Rattenberger berichtete im Sozial- und Jugendausschuss über die aktuelle Lage im Kinderbetreuungsbereich. Demnach sind in den Krippen 272 Mädchen und Buben angemeldet worden. 33 sind nach dem Stichtag geboren und müssen noch warten. Bei fünf haben die Eltern keinen Anspruch, weil sie nicht in Germering leben oder arbeiten. Untergebracht werden können Rattenberger zufolge 158 Kinder – obwohl die Krippen im Stadtgebiet eigentlich Platz für 350 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren bieten.

Dieses Potenzial kann aber wegen des fehlenden Fachpersonals nicht ausgeschöpft werden. Rattenberger: „In allen Einrichtungen, egal welchen Trägers, stehen Gruppen leer.“ Bei einigen seien wegen des fehlenden Personals die Buchungszeiten eingeschränkt worden. Insgesamt stehen derzeit 76 Krippenkinder ohne Platz da. Die Situation vor einem Jahr sei ähnlich gewesen. Dies könne sich aber noch ändern, erklärte Rattenberger. Vor allem im Krippenbereich änderten Eltern oft ihre Wünsche. Die Verwaltung arbeite aber gemeinsam mit den Trägern an Konzepten, um zusätzliches Personal zu gewinnen.

Im Kindergartenbereich sieht es anders aus. Hier haben 379 Kinder einen Anspruch, zur Verfügung stehen aber nur 329 freie Plätze. Auch hier liegt dies teilweise an Personalengpässen, überwiegend aber tatsächlich an fehlenden Räumen. 50 Plätze entstehen zurzeit im Neubau an der Landsberger Straße 1 nahe des Harthauser Bahnhofs. Sie werden aber nicht vor dem Frühjahr 2019 fertig sein. Auch im geplanten Kinderhaus am Bahnhof und im größeren Neubau der Nikolaus-Kita an der Kerschensteiner Straße entstehen weitere Plätze. Bis diese zur Verfügung stehen, werde man Übergangslösungen in Containern oder Pavillons erkunden, so Rattenberger.

Rechtsanspruchgilt bedingungslos

OB Andreas Haas war zuversichtlich, dass dies gelingen werde. Einer Idee von Kindergartenreferentin Eike Höppner (SPD) erteilte er allerdings eine Absage. Höppner hatte vorgeschlagen, bei Krippenplatz-Bewerbern möglicherweise eine Bestätigung des Arbeitgebers zu fordern. So könne man feststellen, ob die Eltern tatsächlich einen Bedarf hätten. Nach ihren Erfahrungen sei dies nicht immer der Fall. Haas erwiderte allerdings, dass so ein Vorgehen nicht möglich sei. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz sei nicht an einen Bedarf der Eltern gebunden.

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