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Das Pumpenhaus an der alten Straße nach Nebel befördert im Betrieb 120 Liter je Sekunde in die zwei städtischen Brunnen. 

In Germering 

Wasserversorgung trotz Trockenheit sicher

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Grundwasserstände in Germering sind trotz des schneefreien Winters und des sehr trockenen Aprils nicht besorgniserregend niedrig. Die Versorgung ist gesichert. 

Germering – Werkleiter Roland Schmid berichtete im Werkausschuss, dass es wegen der anhaltenden Trockenheit in den vergangen Wochen immer wieder Anfragen von Bürgern gegeben habe. Sie wollten in der Regel wissen, wie weit der Grundwasserstand in Germering gefallen sei und ob die Stadtwerke Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung hätten. Die Antwort ist eindeutig: Der Grundwasserpegel ist zwar gesunken, bewegt sich aber noch im normalen Bereich. Die Wasserversorgung ist problemlos gesichert.

Laut Schmid werden die Grundwasserstände im Stadtgebiet seit 22 Jahren an neun Pegeln gemessen. Zusätzlich gibt es fünf Vorfeldpegel im Zustrombereich zu den städtischen Brunnen westlich des Stadtgebietes – das Germeringer Wasser fließt in mehreren Strängen aus der Gegend um Oberpfaffenhofen in Richtung Stadtgebiet. Zusätzlich zu diesen eigenen Messungen zeichnet das Waserwirtschaftsamt seit 1951 die Grundwasserhöhen in der Nähe der Mariensäule an der Augsburger Straße auf.

Anhand dieser Messungen kann man Schmid zufolge sehen, dass es schon Jahre mit deutlich niedrigerem Grundwasser als jetzt gegeben habe. Unter anderem war dies 1972, 1998 und 2005 der Fall.

Aktuell liegt der Pegelstand um 0,63 Meter unter dem langjährigen Durchschnitt. Der niedrigste aufgezeichnete Wert liegt bei 1,53 Meter unter dem Jahresmittel. Der höchste gemessene Stand lag um 1,19 Meter über dem Durchschnitt – Mitte der 1960er-Jahre gab es ein veritables Hochwasser.

Das Germeringer Trinkwasser wird Schmid zufolge aus einer sehr geringen Tiefe gewonnen. Der so genannte Grundwasserstauer, eine wasserundurchlässige Schicht aus Ton und darüberliegendem Kies, befindet sich in 17 Metern Tiefe. Wenn beide Brunnen laufen und dabei 120 Liter pro Sekunde aus dem Grundwasser entnommen werde, sinke der Pegel gerade mal um einen Meter ab. Der Grundwasserleiter, also die wasserführende Schicht, sei denn aber immer noch zwölf bis 13 Meter tief.

Dies sei ein sehr guter Wert, erklärte Schmid. Die aktuelle Situation sei deswegen in keiner Weise besorgniserregend, schloss Schmid. Allerdings müsse man aufmerksam beobachten, wie sich der Klimawandel mittel- bis langfristig auswirkt.

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