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Das Freibad in Germering

Germering

Weg mit Kind ins Freibad zu weit: Frau parkt auf Gehweg - und beschwert sich über Strafzettel

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Die Hitze hatte am Wochenende scharenweise Badegäste zu den Seen und in die Freibäder pilgern lassen. Das Parkchaos war vorprogrammiert. Die Auswirkungen waren ärgerlich und teils kurios.

Germering „Die Park-Moral vieler Leute ist schon kritisch zu hinterfragen“, sagt Germerings Polizeisprecher Andreas Ruch. Gerade am Freibad sei der Andrang massiv gewesen. Seine Kollegen hätten diverse Strafzettel verteilen – und sich tags darauf auch noch Beschwerden anhören müssen.

Die Ausrede

Allerdings betont Ruch, dass das wilde Parken nicht toleriert werden kann, wenn es andere Verkehrsteilnehmer behindert. Eine Mutter habe beispielsweise ihren Wagen auf dem Gehweg abgestellt. Weil sie später an ihrem Auto eine Verwarnung vorfand, beschwerte sie sich bei der Polizei. Sie habe ein kleines Kind und könne keine langen Wege zum Freibad zurücklegen, so ihre Logik.

Polizeisprecher Ruch bemängelt, dass bei vielen Autofahrern das Eigeninteresse einfach vorgehe und jeder möglichst nah am Zielort parken wolle – Motto: bloß kein Schritt zu viel. Auch der Betreiber der Golf-Range habe sich beschwert. Freibad-Besucher hätten ihm seinen Parkplatz komplett zugestellt.

Parkplatz B 471

Natürlich stürmten die Menschen auf der Suche nach Abkühlung am Super-Badewochenende auch das Pucher Meer bei Fürstenfeldbruck. Sogar an den Rändern der Einschleifung zur B 471 parkten Autos. Insgesamt neigt man bei der Polizei in Fürstenfeldbruck aber an solchen Ausnahmetagen zu einem eher großzügigen Umgang mit Parksündern. Allerdings betont Inspektionssprecher Michael Fischer: Das ist kein Freibrief. Es dürfe niemand behindert werden.

Gnade vor Recht ergehen ließ die Polizei in Fürstenfeldbruck auch an den Tagen nach dem Hagel-Unwetter. Auf dem Weg zu einer Scheiben-Reparaturfirma hätten sich die Autos regelrecht gestaut, die Leute hätten wie wild geparkt, um zu warten, bis sie an die Reihe kamen. Die Zustände wurden als chaotisch geschildert. Daher habe die Politesse etliche Strafzettel verteilt.

Bürgernähe gezeigt

Hinterher habe man sich in der Inspektion jedoch entschieden, sie aufgrund der extremen Umstände – die Leute waren ja ohnehin schon hart getroffen von den Hagelschäden – wieder zurückzunehmen. „Wir haben Bürgernähe gezeigt.“

Selbsthilfe am Weiher

Zoff gab es am Sonntag am Spitzer-Weiher bei Geltendorf: Jugendliche hörten laut Hip-Hop-Musik. Ein 56-Jähriger sorgte umgehend für Ruhe – auf seine Art. Gegen 22.30 Uhr griff er sich unvermittelt die Lautsprecher-Box und warf sie in den Weiher. Danach fuhr der Mann mit seinem Wohnmobil davon. Die Polizei Landsberg griff ihn später auf. Der 56-Jährige will die Jugendlichen wegen Ruhestörung anzeigen. Er selbst muss sich wegen Sachbeschädigung verantworten.

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