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4000 Tonnen Feinstaub wurden in ganz Deutschland beim diesjährigen Silvesterfeuerwerk freigesetzt.

Umweltbeirat

Wegen Feinstaub: Silvester-Feuerwerk nur auf zentralem Platz?

Beim Silvester-Feuerwerk liegt aus Sicht des Umweltbeirats zu viel Feinstaub in der Luft. Nun wird geprüft, ob das Pyro-Spektakel nur noch an einem zentralen Platz abgefeuert werden darf.

Germering„Wir wollen das Feuerwerk in der Stadt ganz bestimmt nicht verbieten“, betont Elmar Schulte, der Vize-Vorsitzende des Gremiums. Auch Rudolf Lobensteiner, der das Thema in den Umweltbeirat brachte, will kein Spaßbremser sein. Aber man wolle die Bevölkerung schon dafür sensibilisieren, dass im wahrsten Sinn des Wortes etwas in der Luft liege, so Schulte. Daher schlägt der Umweltbeirat vor, an Silvester an einer noch zu ermittelnden zentralen Stelle ein Feuerwerk abzuhalten.

In der Stadtverwaltung sind die Verantwortlichen der Idee nicht abgeneigt, das Feuerwerk an ein paar Plätzen zu bündeln. „Obwohl es ein zentrales sowieso schon bei der Vorsilvesterparty gibt“, erklärt Thomas Wieser vom Umweltamt mit Verweis auf das von der Unterpfaffenhofener Burschenschaft organisierte Partyereignis. Er sieht eine Bündelung aber auch noch aus einem anderen umwelttechnischen Blickwinkel heraus: „Was an Abfall liegen bleibt, ist doch erheblich“, sagte er auf Nachfrage. 

Gemeinsam feiern soll den Spaßfaktor erhöhen

Wenn sich der Müll von Silvester an weniger Stellen sammle, dann wäre der städtische Bauhof mit Sicherheit schneller mit den Aufräumarbeiten fertig. Zudem sei der Spaßfaktor größer, wenn man zusammen den Jahreswechsel feiere und sich dazu an bestimmten Plätzen treffe.

Allerdings werde man als Stadt nur empfehlen können, wo und wie viel an Feuerwerk sinnvoll ist, betonte Wieser. Ganz davon abgesehen sei der Aufwand für Kontrollen doch erheblich. Ein Feuerwerkverbot durchzusetzen sei an Plätzen möglich, wo etwa Sicherheitsgründe dagegensprechen. Da sei auch bei den Bürgern Verständnis zu erwarten. Wieser weist zudem hin, dass die Feinstaubentwicklung auch von der Wetterlage abhängig ist.

Auch in München ist der Feinstaub an Silvester ein Thema

Bei seinem Anliegen beruft sich der Umweltbeirat der Großen Kreisstadt Germering unter anderem auf das nahe Gräfelfing im Landkreis München. Dort hat sich bereits eine Initiative gebildet, die sich gegen zu viel Feinstaub an Silvester wehren will. Auch in der Landeshauptstadt München werde das Thema laut Schulte bereits sehr engagiert diskutiert. 

Dort wurde nach dem Feuerwerk kurzfristig ein Wert von 1346 Mikrogramm pro Kubikmeter am Tag gemessen. Der EU-weite Grenzwert liegt bei 50. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes wurden durch das Feuerwerk in Deutschland 4000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das sind etwa 15 Prozent der Menge, die Autos und Lastkraftwagen das gesamte Jahr über absetzen.

von Hans Kürzl

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