Kopf eines Weideschweins
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Der abgetrennte Kopf des Tiers blieb am Tatort zurück.

Bei Germering

Weideschwein mit Hammer erschlagen und ausgenommen - Landwirt findet abgetrennten Kopf

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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  • Thomas Steinhardt
    Thomas Steinhardt
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Grausiger Fund an der B2 bei Germering: Unbekannte haben ein Weideschwein mit einem Hammer erschlagen und ausgenommen. Der Bauer fand nur noch den abgetrennten Schweinskopf.

  • In Germering ist ein Weideschwein erschlagen und ausgenommen worden
  • Der Landwirt fand am Morgen nicht nur den Kopf der Sau
  • Die Polizei sucht Zeugen - und hat vielleicht noch andere Möglichkeiten

Germering - Das Schwein wurde mit einem Hammer erschlagen. Noch auf der Weide zerteilte der unbekannte Täter den Kadaver und nahm alles Essbare mit. Als Bauer Hannes Kirmair danach auf das Gelände kam, bot sich ihm ein grausiges Bild.

Die Weideschweine leben in einem Stall samt Freigelände an der B 2. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse. Hannes Kirmair betreibt mit seinen Eltern und Bruder Max den Stanishof. Er kümmert sich vorrangig um die Schwäbisch-Hällischen Schweine.

Weideschwein erschlagen: Täter muss Ahnung vom Schlachten haben

Der Landwirt, der seit Mai für die CSU im Stadtrat sitzt und zum Jugendreferenten gewählt wurde, wollte am Montag in der Früh vor Ort nach dem Rechten sehen. Zuerst bemerkte er nur den Kopf in der Wiese und dachte, dass da ein Schwein im Freien schlafe. Als er näher kam, sah er dass der Schweinekopf abgeschlagen war, auch Innereien und andere Schlachtabfälle lagen herum. Aus Sicht von Kirmair ging der Täter fachmännisch vor, Es sei zwar wahrscheinlich kein Metzger gewesen, aber Ahnung vom Schlachten habe er sicher gehabt.

Weideschwein brutal erschlagen: Sicherheitsmaßnahmen verstärken

Hannes Kirmair kann nicht im geringsten verstehen, was den Täter angetrieben hat. „Aus Hunger muss man das bei uns sicher nicht machen – bei den Lebensmittelpreisen.“ Das Ganze habe schon fast psychotische Ausmaße. Er könne sich vorstellen, dass im Stall die Hölle losgewesen sei, als der Mann das Schwein rauszog. Später hätten sich die in den Koben verbliebenen Tiere wohl wieder beruhigt. Als er um 8.30 Uhr die Kadaver entdeckte, hätten die übrigen rund 200 Schweine noch gedöst: „Das sind Langschläfer.“

Weideschwein grausam mit Hammer erschlagen: Gelände wird videoüberwacht

Als Konsequenz wird Kirmair jetzt die Sicherheitsmaßnahmen am eingezäunten Stallungsbereich erhöhen. Dabei sind die auch jetzt schon erheblich. Das Gelände ist videoüberwacht, außerdem soll ein Bewegungsmelder ungewollte Besucher abhalten. Genutzt hat das wenig. Aber möglicherweise kommt die Polizei dem Täter dank der Bilder aus den Überwachungskameras schnell auf die Spur. Das Material werde derzeit ausgewertet, berichtet Polizeioberkommissar Tobias Hollaus.

Das war die Erstmeldung:

Germering - In der Nacht auf Montag, zwischen 20 und 8.30 Uhr, wurde in Germering ein Schwein erschlagen. Es wurde in einem Sommerstall nahe der Augsburger Straße gehalten, wie die Polizei berichtet. Eine Person muss sich widerrechtlich Zutritt zu den umzäunten Stallungen an der B2 verschafft haben. Er zog ein Schwein aus der Box und tötete es.

Im Anschluss nahm die Person zudem das Schwein auf der Wiese aus und lies lediglich Kadaverteile zurück. Aufgrund dessen ermittelt die Polizeiinspektion Germering nun unter anderem wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz. Sachdienliche Hinweise werden an die PI Germering unter Telefon (089) 8941570 erbeten.

Alle Polizeimeldungen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie auch in unserem Blaulichtticker für die Region FFB.

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