Diese Weltkugel steht künftig im Zentrum des Kreisels an der Neuen Gautinger Straße. OB Andreas Haas (M.) war beeindruckt von den Dimensionen. Oliver Beran (3.v.l.) hat das Projekt entworfen und setzt es mit den Schülern um. Bei der Vorstellung war ein Teil der aktiven Fünftklässler anwesend. Schulleiterin Gabriele Pfob (2.v.l.) und Konrektorin Claudia Schleske waren bei der Präsentation auch mit dabei.
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Diese Weltkugel steht künftig im Zentrum des Kreisels an der Neuen Gautinger Straße. OB Andreas Haas (M.) war beeindruckt von den Dimensionen. Oliver Beran (3.v.l.) hat das Projekt entworfen und setzt es mit den Schülern um. Bei der Vorstellung war ein Teil der aktiven Fünftklässler anwesend. Schulleiterin Gabriele Pfob (2.v.l.) und Konrektorin Claudia Schleske waren bei der Präsentation auch mit dabei.

Germering

Im Kreisverkehr steht künftig eine Weltkugel

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die Eugen-Papst-Schule arbeitet seit Jahren eng mit der Stadt zusammen, wenn es um die künstlerische Gestaltung des öffentlichen Raumes geht. Jetzt steht ein neues Projekt an.

Germering – Die Skulpturen und der Rosenbogen sowie die Rankgitter an der Sitzgruppe im Rathauspark sind ebenso beispielhaft dafür wie die Graffiti-Verschönerung von Tiefgarage und des Bühnenvorhofs der Stadthalle sowie die beiden Bücherschränke. Federführend mit dabei war immer der freiberufliche Künstler und Werklehrer Oliver Beran, der an der Schule die Metall-Werkstatt leitet und die verschiedenen Wahl- und Pflichtkurse für die Schüler anbietet.

Jetzt steht das nächste Großprojekt des Förderzentrum des Landkreises an: Die Kinder der Eugen-Papst-Schule verwandeln den Kreisverkehr an der Neuen Gautinger Straße in ein riesiges Kunstwerk. Im Inneren des Kreisels soll ein aus Baugittern geschmiedeter Globus mit einem Durchmesser von gut drei Metern aufgestelt werden. Eine zweifarbige, aus Leitplanken geformte Kompassrose soll das Konzept vervollständigen.

OB Andreas Haas verschaffte sich jetzt an der Schule einen ersten Eindruck vom neuen Kreisel-Element. Er war begeistert. Beim Anblick an des schon zur Weltkugel zusammengefügten Erde aus Eisen meinte er: „Das ist ja unglaublich. Super.“ Den anwesenden Metallkünstlern der 5. und 6. Klassen spendete er ein Riesenlob: „Toll. Ihr macht das sehr gut. Bewahrt euch eure Fähigkeiten.“

Eigene Metallwerkstatt

Insgesamt arbeiten rund 25 Kinder der 5. bis 8. Klassen seit über einem Jahr am Projekt. Das es so lange dauert, liegt vor allem an Corona. „Als keine Schule war, haben wir nichts machen können,“ erklärte Beran. Immerhin ist die Südhalb-Kugel jetzt fertig, An die Innenseite des metallgitters haben die Schüler die Kontinente geschweißt, die sie zuvor aus Blech mit einer metallschere ausgeschnitten hatten. Die Feinbearbeitung der Umrisse wurde von älteren Schülern mit einem Plasma-Schneider erledigt.

Dass die Schule über eine eigene Metallwerkstatt mit allem möglichen Spezialwerkzeug verfügt, ist vor allem der Edeltraud-Haberle-Stiftung zu verdanken. Diese unterstützt die Schule und hat die Einrichtung der Werkstatt vor elf Jahren erst möglich gemacht. Auch die Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Bernd Rieder unterstützt die Projekte des Förderzentrums.

Schulleiterin Gabriele Pfob schätzt diese Art des praktischen Lernens ungemein. Auch die Tatsache, dass dank der engen zusammenarbeit mit der Stadt die Objekte öffentlich ausgestellt sind, sei wichtig: „Das ist eine tolle Bestätigung für die Schüler.“

Bevor der Globus am Kreisel zu bewundern ist, dauert es aber wohl noch rund ein Jahr. Erst müssen die Kontinente der Nordhalbkugel gefertigt und angeschweißt werden. Anschließend müssen die Leitplanken für die Kompassrose zurecht geschnitten werden. Die Leitplanken liegen übrigens schon an Ort und Stelle. Es handelt sich um eine Spende ausrangierter Planken des Straßenbauamts. Sie passen damit bestens in die Grundidee aller Projekte von Oliver Beran: „Die Kinder sollen lernen, dass man alte Dinge nicht immer wegwerfen muss, sondern auch umbauen und wieder verwenden kann.“

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