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Tina und Gerhard Zerwes (Foto oben) sind fasziniert von den Möglichkeiten der Smarthome-Technik. Während sich der Gilchinger vor allem für die Überwachung der Haustechnik via Smartphone interessiert, ist seine Ehefrau begeistert von einer Art digitalem Hausschlüssel: Man fährt mit dem Finger über einen Scanner und die Tür geht auf.

Smarthome-Messe des Wirtschaftsverbandes

Wenn ein Fingerabdruck die Tür öffnet

Das Haus mit dem Smartphone überwachen, die Tür per Fingerabdruck sichern oder den Ofen beim Verlassen des Hauses automatisch abschalten: Smarthome nennt sich die Vernetzung des Eigenheims. Welche Möglichkeiten diese bietet, konnten die Besucher der Smarthome-Messe in der Stadthalle erleben.

Germering – In einer Ecke des Orlandosaals dreht ein Roboter seine Kreise. Es ist ein Rasenmäher, der voll automatisch funktioniert. An einem anderen Stand können sich die Besucher die neueste Technik in Sachen Kameraüberwachung und Einbruchsschutz zeigen lassen. Oder sie probieren live aus, wie man eine Tür mit dem eigenen Fingerabdruck verschließen und wieder öffnen kann.

Zum zweiten Mal veranstaltete der Wirtschaftsverband Germering die Smarthome-Messe. Er will damit die modernen Möglichkeiten noch mehr publik machen, denn: „Smarthome ist noch nicht in der Mitte der Bevölkerung angekommen“, so ein Sprecher des Verbands am Rande der Messe.

Deshalb durften die Besucher dort auch viel ausprobieren, um sich live ein Bild vom intelligenten Zuhause zu machen. Schon ein gutes Stück drin in der Materie stecken Tina und Gerhard Zerwes. Das Paar ist aus Gilching gekommen, um sich die neueste Technik anzusehen. Seine Ferienhäuser kann Zerwes bereits per App auf dem Handy überwachen. „Ich kann einsehen, welche Temperatur in den Häusern herrscht, oder mir per Kamera einen Überblick verschaffen“, erzählt er und führt es auch gleich auf seinem Smartphone vor.

Interesse hat er vor allem an Smart-Lösungen im Bereich des Energie-Managements in Häusern – sprich Stromverbrauch, Heizungssteuerung und ähnliche Bereiche. „Smart-Lösungen erleichtern das Leben ungemein“, sagt Rainer Zerwes. Viele würden es noch als Spielerei abtun. „Aber wenn ich meinen Gästen die Sachen vorführe, dann setzt meistens ein Aha-Effekt ein.“

Bei seiner Frau Tina löste auf der Messe vor allem das Fingerabdruck-Schloss einen derartigen Effekt aus. Die Tür wird dabei nicht mit einem Schlüssel auf- und zugesperrt. Stattdessen drückt man einfach seinen Finger auf einen Scanner, der den Abdruck erkennt. „Das ist praktisch, zum Beispiel wenn die Kinder den Schlüssel nicht dabei haben“, sagt Tina Zerwes.

Reiner und Silke Otto aus München interessierten sich vor allem für die Möglichkeiten bei der Überwachung des Hauses und bei der automatischen Steuerung der Beleuchtung. Ein übertriebenes Sicherheitsbedürfnis habe er aber nicht, sagt Reiner Otto.

Den Grund für sein Interesse liefert dann auch seine Frau: „Es ist die Technikverliebtheit – Männer und Technik eben“, sagt sie und lacht. Wieder ernst erklärt der Münchner, dass Smart-Lösungen das Leben vereinfachen. Aber auch im Hinblick auf die Energiewende hält er die neue Technik für wichtig. „Ich informiere mich hier, wie man Energie vernünftig und kostengünstig einsetzen kann.“

Von Andreas Daschner

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