Der Weg zum Vorort-Termin führt den Bauausschuss demnächst nach Nebel.  

Ortstermin im Weiler

Wie darf Nebel wachsen?

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In Nebel ist die Dorfwelt noch in Ordnung. Doch nun wird in dem Weiler zwischen Germering und Gilching (Kreis Starnberg) über weitere Wohnbebauung diskutiert. Ein Ortstermin ist nun fällig.

Germering Um die städtebauliche Verdichtung in Grenzen zu halten, hat der Germeringer Stadtrat vor mehr als 20 Jahren eine Außenbereichssatzung für den Ort erlassen. Nur innerhalb des Satzungsbereiches sind Wohnhäuser erlaubt. Die damaligen Kommunalpolitiker ließen kaum Spielraum für bauliche Experimente. Den Außenbereich hat man relativ eng um die damalige Bebauung gezogen. Die Intention des Stadtrates: Nebel soll so bleiben, wie es ist.

Nun würde ein Bewohner des Weilers diesen Bereich aber gerne erweitern. Er hat beantragt, den Außenbereich minimal zu vergrößern, und zwar um zwei Parzellen im nordöstlichen Bereich. Auf den Grundstücken, die dem Flächennutzungsplan zufolge landwirtschaftliche Flächen sind, könnten dann Wohngebäude entstehen. Darin könnten Kinder von alteingesessenen Bewohnern einziehen.

Die Mitglieder des Bauausschusses haben sich nun mit dem Antrag auseinandergesetzt. Letztlich ging es um die bauliche Entwicklung und die Frage: Behält Nebel noch seinen Charakter, wenn immer mehr Felder und Grundstücke zugebaut werden?

Im Rathaus ist man der Ansicht, dass man bei der Verdichtung des Germeringer Weilers sehr behutsam vorgesehen sollte, „um die noch intakte städtebauliche Struktur nicht zu zerstören“, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Allerdings sei eine „geringfügige“ Erweiterung des Umgriffbereiches entsprechend des Antrags denkbar, ohne in die Struktur einzugreifen.

OB Andreas Haas (CSU) ist sich der Schwierigkeit des Themas bewusst. Notwendig sei hier „Fingerspitzengefühl“, sagte er im Stadtrat. Und seine Parteikollegin Gaby Off-Nesselhauf ist der Meinung: „Nebel ist ein sensibles Gebiet.“ Einerseits ist die Befürchtung, dass auf den vorliegenden Antrag bald der nächste folgen könnte und so der Außenbereich von Nebel immer größer wird. Andererseits haben die Mitglieder des Bauausschusses durchaus Bereitschaft signalisiert, dem Antrag zuzustimmen. Schließlich will man der jüngeren Generation ermöglichen, sich in ihrer Heimat etwas aufzubauen. Franz Hermansdorfer (FWG-UBG) etwa sagte: „Für Kinder oder Nachfolger sollte das möglich sein.“     Letztlich kam aus der CSU-Fraktion der Vorschlag, auf den sich alle im Bauausschuss einigen konnten: „Wir sollten das mit den Bürgern besprechen und herausfinden, was die Nebler möchten“, sagte Katrin Schmidt. Oberbürgermeister Haas kündigte an, „die Diskussion vor Ort fortzusetzen“. Ein Termin wird gerade gesucht.

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