Rehe knabbern gerne junge Triebe an. Um den Schaden in Grenzen zu halten, gibt es Abschussquoten, die sich aus dem forstlichen Gutachten ergeben.
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Ein wildernder Hund hat in Germering ein trächtiges Reh gerissen. Es musste von der Polizei erlöst werden. (Symbolbild)

Polizei mit Appell

Wildernder Hund reißt trächtiges Reh - Besitzer ohne Leine unterwegs

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Am Germeringer Stadtrand hat am Sonntagnachmittag ein wildernder Hund ein Reh gerissen. Die Besitzer waren ohne Leine unterwegs. Die Polizei musste das Tier erlösen.

Germering – Ein frei laufender Hund hat am Sonntagnachmittag in der Nähe des Starnberger Weges ein trächtiges Reh gerissen. Der alarmierten Polizei blieb nichts anderes übrig, als dem schwerst verletzten Tier den Gnadenschuss zu geben.

Eine Zeugin hatte den Vorfall beobachtet. Ihrer Schilderung zufolge hatte der Mischlingshund das Reh zunächst gehetzt und anschließend attackiert. Die Zeugin und ihre drei Familienmitglieder schrien aus Leibeskräften, bis der Hund schließlich von dem Reh abließ. Zuerst lief der Hund auf die Familie zu, rannte dann aber in Richtung Parkplatz gegenüber dem Wertstoffhof.

Germering: Wildernder Hund reißt Reh - Polizei muss Tier erlösen

Die Zeugin alarmierte die Polizei. Als die ersten Beamten vor Ort eintrafen, erkannten sie schnell, dass dem verletzten Tier und seinen ungeborenen Jungen nicht mehr zu helfen war. Sie erlösten das Reh mit einem Gnadenschuss. Der zuständige Jagdpächter wurde zwischenzeitlich verständigt und stellte kurze Zeit später fest, dass es tragend mit zwei Rehkitzen gewesen war.

Auf dem Parkplatz beim Wertstoffhof wartete eine zweite Streife. Die Beamten nahmen die Besitzer des Hundes in Empfang. Die beiden Eheleute gaben an, gar keine Leinen dabei zu haben. Beide waren sichtlich überrascht und auch betroffen über das Verhalten ihres wildernden Hundes.

Germering: Wildernder Hund reißt Reh - Polizei mit Appell an Hundebesitzer

Gerade in der Frühlingszeit ist es unverantwortlich Hunde im Wald unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen, teilt die Germeringer Polizei mit. Das gelte besonders in der Corona-Zeit, in der viele Menschen in der Natur unterwegs seien. Deshalb finde das Wild immer schwerer Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten. tog

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