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Einbürgerung

Willkommenskultur auf Germeringer Art

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Mehr als 100 Ausländer haben in Germering in den vergangenen zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Einige von ihnen haben diesen großen Schritt jetzt bei der Einbürgerungsfeier der Stadt gefeiert.

Germering „Wir wollen uns am Leben in diesem Land beteiligen.“ In diesen Satz packt Kaveh Taghizadegan seine Motivation und die seiner Frau Mahrokh Samadi, sich für die deutsche Staatsbürgerschaft zu entscheiden. Vor acht Jahren ist das aus dem Iran stammende Ehepaar nach Deutschland gekommen. Seit einiger Zeit arbeitet der 52-jährige als Mathematiklehrer. Doch er wollte auch das Recht haben, zu wählen. Das sei für ihn und seine Frau wichtig. Dass sein Bemühen um Integration geschätzt werde, erkenne er aus der Einladung der Stadt Germering zu diesem Abend.

So eine Veranstaltung habe Vorbildcharakter, meint der Landtagsabgeordnete Benjamin Miskowitsch. „Es ist ein kleiner Rahmen, aber es zeugt vom Respekt der Stadt den neuen Bürgern gegenüber.“ Er freue sich, dass so viele Mitbürger die Einladung zu diesem Abend angenommen hätten. „Ein gutes Beispiel, dass Integration auf Gegenseitigkeit beruht.“

Ähnlich hatte sich Germerings zweiter Bürgermeister Wolfgang Andre geäußert. „Sie können gerade wegen ihres Migrationshintergrundes Vorbild sein“, sagte Andre zu den neuen Staatsbürgern. Die Stadt würdige das mit diesem Abend. „Es wäre schade gewesen, wenn man Ihnen im Landratsamt einfach nur die Papiere in die Hand gedrückt hätte“, so Andre.

Die Stadt gebe sich schon sehr Mühe, erklärte der 65-jährige Carlos Hauck Thalheim, Sohn einer Deutschen, die 1946 nach Venezuela auswanderte, aber Ende der 1950er-Jahre zurückkehrte. „Spanisch habe ich in München gelernt“ erzählte der 65-jährige, der seit 13 Jahren in Germering lebt. Dennoch war er bis vor kurzem noch venezolanischer Staatsbürger. Mittlerweile habe er aber keine Verbindung mehr in sein südamerikanisches Geburtsland. Deshalb habe er die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. „Es war der Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen.“

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