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Deutsche Post: Beispielfoto

Germering

Wirtschaftsverband wirbt für Ansiedlung des Briefzentrums

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Der Wirtschaftsverband setzt sich für die Ansiedlung des Briefverteilzentrums der Deutschen Post im Gewerbegebiet Germeringer Norden ein. 

Germering – In einer ausführlichen Stellungnahme begründet Verbandschef Jürgen Biffar dies auch damit, dass die Post nach der ursprünglichen Präsentation auf die Einwände von Bürgern und Stadträten mit umfassenden Prüfungen der Verkehrssituation und deutlichen Verbesserungen der Bauplanung reagiert habe. Die jüngste Diskussion im Stadtrat sei deswegen weniger von Sachgründen als mehr von grundsätzlichen Bedenken geprägt gewesen.

Warum ein solches Projekt aus Sicht der Kritiker zu groß sein soll für Germering, verwundert Biffar. Er erinnert an die 1970er-Jahre, „als Germering gut halb so groß wie heute war und die Firma Dornier in der Industriestraße zwei große Gebäude für mehrere hundert Mitarbeiter errichtete“. Nach der Dornier-Insolvenz seien dort größere und kleinere Unternehmen eingezogen. Biffar: „Für Germering war das insgesamt ein Gewinn.“

Die Diskussion um die Bodenversiegelung ist für Biffar ebenfalls unverständlich, weil diese unabhängig davon sei, ob die Post nach Germering, Starnberg oder anderswohin zieht. Für Germering lokal habe sie kaum Bedeutung, denn: „Wir sind kein Überschwemmungsgebiet.“

Die Post trägt Biffar zufolge bei den Planungen den ökologischen Belangen sogar deutlich stärker Rechnung, als an einem anderen Standort – auch dank der Diskussionen im Vorfeld. Sie präferiert die Große Kreisstadt wegen der idealen Verkehrsanbindung, trotz immenser Grundstückskosten. Diese wären für kleine Gewerbebetriebe laut Biffar „sicher zu hoch, sonst wäre der Germeringer Norden längst bebaut“.

Optimale Verkehrsanbindung bedeutet kürzere, schnellere Wege für Lieferfahrzeuge und damit neben den Kostenvorteilen eine geringere Belastung der Umwelt, so Biffar weiter: „Eigentlich eine Win-Win-Situation.“ Gleiches gelte auch für Germeringer Bürger, wenn sie vor Ort arbeiten können.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsverbands gesteht ein, dass es auch Nachteile für den einen oder anderen gibt, die gegen die Vorteile abzuwägen sind. Er weist deswegen darauf hin, dass es zurzeit Vollbeschäftigung gibt und die Stadtfinanzen glänzen. Der Nutzen von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen werde deswegen gering geschätzt. Biffar gibt allerdings zu bedenken, dass keine Hochkonjunktur ewig anhalte. Die Situation werde sich wieder ändern. Er folgert deswegen: „Wir sollten mehr an die Jüngeren denken, die auch in Zukunft Arbeit und ein ausreichendes Einkommen zum Leben brauchen.“

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