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Wohin die Stadt Millionen pumpen will

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Die Stadt Germering steuert auf einen Rekord-Haushalt im laufenden Jahr zu. Insbesondere will man heuer Geld in den sozialen Wohnungsbau stecken. Doch das ist nicht alles, was die Kommune in den kommenden Jahren vorhat.

Germering – Die Stadt Germering saniert sich in den nächsten Jahren selbst. Bis zum Jahr 2020 will die Kommune mehr als 84 Millionen Euro investieren in Schulen, sozialen Wohnungsbau, öffentliche Sicherheit, Freizeiteinrichtungen oder Verkehr. Bemerkenswert ist, dass die Stadt im laufenden Jahr für 4,7 Millionen Euro (Fördergelder bereits abgezogen) 15 Wohnungen kauft, um diese zu günstigen Konditionen an Menschen mit geringem Einkommen zu vermieten (siehe soziale Infrastruktur).

Rekordverdächtiger Haushalt 2017

Auch wegen dieser Ausgabe im sozialen Bereich ist der Haushalt für 2017 rekordverdächtig. Die Mitglieder des Hauptausschusses haben am Dienstagabend darüber vorberaten. Das Volumen umfasst 108 Millionen Euro. Allein 34 Millionen Euro will die Stadt heuer investieren. OB-Andreas Haas (CSU) sprach vor diesem Hintergrund von „beeindruckenden Zahlen“ und verglich das Programm mit den Investitionen der Jahre 1991 bis 94, als man die Ortsmitte neu gestaltete.

So kann sich die Stadt das alles leisten

Die Stadt profitiert insbesondere von außerordentlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer des vergangenen Jahres, nämlich 40 Millionen Euro. Zudem nimmt man bis 2018 mehr als 14 Millionen Euro an Krediten auf. 28,5 Millionen stehen der Stadt an liquiden Mitteln zur Verfügung. Die Schulden belaufen sich momentan auf 33,6 Millionen. „Der Spielraum ist nicht groß“, sagte Haas. Gleichwohl sei der Investitionsplan „mehr als gerechtfertigt für die Zukunft der Stadt“.

In diese Bereiche werden in den kommenden Jahren öffentliche Gelder gepumpt:

Schulen und Kitas: 34,4 Millionen Euro

Für Schulbauten, -erweiterungen oder sonstige Ausgaben im schulischen Bereich gibt die Stadt bis 2020 24,5 Millionen Euro aus. Die größten Posten verschlingen zwei Einrichtungen: Die Erweiterung und Generalsanierung der Wittelsbacherschule kosten nach Abzug der staatlichen Förderung etwa zwölf Millionen Euro. Auch die Kerschensteinerschule muss ab 2018 wegen gestiegener Schülerzahlen vergrößert werden. Bei der Stadt rechnet man für dieses Projekt mit einem Finanzbedarf bis 2020 von rund vier Millionen Euro. Kleinere Beträge entfallen auf die Kirchenschule, Grundschule an der Kleinfeldstraße oder die Theresen-Grundschule.

Die Investitionen im Bereich Kinder- und Jugendbetreuung belaufen sich auf 9,9 Millionen Euro. Darunter fällt etwa die Generalsanierung des Kinderhauses Abenteuerland in der Kriemhildenstraße.

Soziale Infrastruktur: 14,3 Millionen Euro

Die Stadt gibt viel Geld dafür, dass auch Menschen mit geringen Einkommen trotz hoher Mietpreise in Germering über die Runden kommen. Die Kommune sichert sich noch in diesem Jahr für mehr als 6,7 Millionen Euro (davon zwei Millionen Fördergelder) 15 Mietwohnungen. Die Wohneinheiten sollen auf dem Areal an der Landsberger Straße entstehen und zu bezahlbaren Konditionen weitervermietet werden. Sie sind zwischen 40 und 90 Quadratmeter groß. Kämmerer René Mroncz nennt als Mietpreis höchstens zehn Euro pro Quadratmeter. Gleichwohl wird es noch dauern, bis an der Landsberger Straße 1 jemand einziehen kann. Der Stadtrat befasst sich demnächst mit dem Bebauungsplan. Geplant ist ein Komplex mit rund 200 Wohnungen.

Auch die Obdachlosenhilfe lässt sich die Stadt einiges kosten. Mehr als 1,8 Millionen Euro sind im Haushalt 2017 für unter anderem den Bau von Unterkünften für Menschen ohne Zuhause in Germering eingeplant.

Sicherheit: 7,2 Millionen Euro

Die Einsatzzentralen der Feuerwehren Germering und Unterpfaffenhofen platzen aus allen Nähten. Zudem sind Geräte und Fahrzeuge veraltet. Aus diesem Grund startet die Stadt ein Investitionsprogramm für beide Wehren. Ein Großteil der Investitionen im Bereich öffentliche Sicherheit entfällt auf die Erweiterung der Feuerwehrhäuser. Während bei der Germeringer Zentrale die Planung noch aussteht, ist man in Unterpfaffenhofen schon weiter. Die Bauarbeiten haben schon im vergangenen Sommer begonnen. Mehr als zwei Millionen Euro sind dafür im Haushalt 2017 vorgesehen.

Freizeit: 8,6 Millionen Euro

Der größte Investitionsposten sind die Zuschüsse zur Erweiterung des Hallenbads samt Neubau eines Lehrschwimmbeckens (2017: 2,4 Millionen und 2018: 4,2 Millionen Euro).

Verkehr: 9,3 Millionen Euro

Das sind vor allem laufende Kosten oder Planungen und Bau von Straßen. Außerdem braucht die Stadt eine neue Kehrmaschine.

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