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Volles Haus herrschte bei der Abiturfeier am Carl-Spitzweg-Gymnasium. 

Am Carl-Spitzweg-Gymnasium

Zum Abschied noch drei Mal die Traumnote

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Von den Spuren der ausgearteten Vorbereitung auf den Abistreich war bei der Abifeier am Carl-Spitzweg-Gymnasium am Freitag nichts mehr zu sehen. Die Stimmung bei den 144 Abiturienten und bei Schulleiter Georg Gebhard war vielmehr von Harmonie, aber auch Wehmut geprägt.

Germering -  Es war quasi ein doppelter Abschied, den die Schulfamilie feierte: Die Abiturienten wurden in die Berufswelt entlassen, für Gebhard war es sehr wahrscheinlich der letzte Jahrgang, den er dorthin entließ. Der Schulleiter wird im Laufe des nächsten Schuljahres in den Ruhestand gehen.

Zuvor warf er noch einmal einen Blick zurück auf die vergangenen Wochen. „Fly me to the Moon“ – Flieg mich zum Mond – sangen Pia Ruhdorfer und Dominick Mündges bei der Feier. Doch wie Gebhard betonte, ging es erst einmal in die andere Richtung. Nämlich „in die Abgründe der Prüfungsvorbereitung“, wie Gebhard sagte. Die hat sich bei manchem besonders gelohnt. Gebhard konnte eine Premiere feiern: Erstmals in seinen 15 Jahren als Schulleiter gab es gleich drei Absolventen mit der Traumnote 1,0. Gebhard schlug auch nachdenkliche Töne an. „Die Wertevermittlung ist schwieriger geworden, weil unsere Gesellschaft verstärkt das ,Ich’ in den Mittelpunkt rückt“, sagte er.

Germerings 3. Bürgermeister Helmut Ankenbrand zeigte auf, wie man aber auch das ins Positive ummünzen kann: Indem man als „Ich“ Verantwortung übernimmt und „für seine Entscheidungen einsteht.“ Ein wenig wehmütig nahmen Emil Kafitz und Julia Schirmacher in ihrer Abiturrede Abschied von der Schulfamilie, die für Schirmacher das war, was Licht und Wasser für Pflanzen sind: „Ohne sie wären wir nicht hier.“ Den Abschluss des Projekts Abitur feierten die Schüler gemeinsam mit allen Anwesenden – aber ohne Zwischenfälle, Polizei und Schäden.  ad

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