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Drei Frauen , zwei Kindertagesstätten, ein Ziel: Antje Brandl (M.) hat die Gesamtleitung des Kindergartens Benjamin und des Kinderlandes Jonathan übernommen. Der Verwaltungsaufwand der Einrichtungsleiterinnen Marion Zistl (l.) und Jessica Borchmann hat sich seither deutlich verringert. 

Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

Zwei Kitas unter einem Träger-Dach

Die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ist wieder selbst Träger ihrer Kindertagesstätten Benjamin und Jonathan. Die vor fünf Jahren getätigte Eingliederung in den Münchner Zweckverband für Evangelische Kita ist damit rückgängig gemacht worden.

Germering – „Dieses Konstrukt hat für unsere Einrichtungen nicht gepasst, zudem war uns die Nähe zur Bonhoeffer-Kirche wichtig“, erklärt Diakonin und Erzieherin Antje Brandl. Ihre Schaltzentrale ist dann auch in einem Büro, direkt neben dem Pfarramt untergebracht. Die 47-Jährige hat Anfang des Jahres die Gesamtleitung für beide Häuser übernommen. „Das bedeutet in erster Linie eine Entlastung für die Leiterinnen des Kindergartens Benjamin und des Kinderlandes Jonathan“, sagt Antje Brandl. Der Kindergarten Benjamin befindet sich direkt neben der Bonhoeffer-Kirche, das Haus Jonathan im Jochen-Klepper-Haus an der Wittelsbacher Straße.

Die Schreibtischarbeit von Marion Zistl (Leiterin Benjamin) und Jessica Borchmann (Leiterin Jonathan) hat sich seit der Neuordnung verringert. Sie berichten, dass sie jetzt mehr Zeit in den Gruppen verbringen können. Zudem wurde für die Datenpflege der beiden Häuser eine Buchhalterin eingestellt, was für die Erzieherinnen eine zusätzliche Entlastung in Sachen bürokratischem Aufwand bedeutet. „Die Individualität der beiden Häuser wird dennoch gewahrt bleiben – schließlich handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Einrichtungen“, betont Brandl.

Der Kindergarten Benjamin hat derzeit zwei Gruppen à 25 Kinder, ab Herbst kommt eine Integrationsgruppe mit 15 Kindern hinzu. Im Kinderland Jonathan gibt es nur Integrationsgruppen: Eine Krippengruppe (11), zwei Kindergarten-Gruppen (je 15) und eine Hortgruppe mit bis zu 21 Kindern der 1. bis 4. Klassen. In beiden Einrichtungen kümmern sich 18 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, sowie Praktikanten und hauswirtschaftliche Kräfte um den Alltag.

Mit Antje Brandl, die selbst 19 Jahre den Kindergarten Benjamin führte, wurde eine Gesamtleiterin für diese Stelle gefunden, die viel Erfahrung in der praktischen, täglichen Arbeit mitbringt. „Ich kümmere mich um die Administration beider Häuser, arbeite in der Konzeptentwicklung und in der Mitarbeiter-Anleitung mit, bin gerne bei Beratungsgesprächen oder Elternbeiratssitzungen mit dabei – immer dann halt, wenn Moderationsbedarf besteht“, umreißt sie ihr Aufgabengebiet.

Zu ihren pädagogischen Aufgaben addieren sich Betriebsführung, Austausch mit Träger und Behörden, sowie Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit. Dieser Blick von außen ermöglicht ihrer Meinung nach schnellere Problemlösungen – gemeinsam mit Marion Zistl und Jessica Borchmann gehe es nun daran, Konzepte für die Zukunft beider Einrichtungen weiterzuentwickeln.

Zwar habe man in beiden Häusern derzeit keine Personalsorgen, doch auch auf diesem Gebiet wollen die drei Frauen vorausschauend und zukunftsorientiert durchstarten: „Es ist angedacht noch enger mit den Schulen zusammenzuarbeiten, denn dort wächst schließlich unser Nachwuchs heran“, sagt Brandl. Und: Mit der Vorort-Trägerschaft und der Gesamtleitung könne auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt intensiviert werden. (akk)

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