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Ein halbes Jahrhundert Führungsqualität beim SV Germering (v. l.): Ehrenpräsident Eberhard Röll, Gründungsmitglieder Albert Metz und Engelb ert Meyer sowie der kommissarisch amtierende Präsident Siegfried Broschei.

Jubiläum

50 Jahre SV Germering: Zwischen Breitensport und Leistung

Was 1968 mit einer Leichtathletikabteilung begann, ist 50 Jahre später Heimat für insgesamt 13 Abteilungen. Der SV Germering sieht sich als Breitensportklub, doch Leistung ist gerne gesehen.

Germering– „Ja sie ist natürlich ein Aushängeschild für den Verein.“ Stolz schwingt beim kommissarischen Präsidenten Siegfried Broschei mit, wenn die Sprache auf Olympiateilnehmerin Lena Dürr kommt. Doch bereits im nächsten Satz wird klar, dass der SV Germering nicht nur auf seine bekannteste Athletin beschränkt ist. „Die ganze Familie ist ja Mitglied“, sagt Broschei. Er will das auch als Hinweis verstanden wissen, dass sich der SVG dem Sport in der Stadt allgemein verbunden und verpflichtet fühlt.

Das gilt seit 50 Jahren. Damals bestand beim TSV im damals noch eigenständigen Unterpfaffenhofen eine Leichtathletikabteilung. „Wir wollten in Germering etwas Ähnliches, aber vor allem Eigenes aufbauen“, erinnerte sich Albert Metz, als Gründungsmitglied einer der treibenden Kräfte. Der SVG profitierte da von einer gewissen Aufbruchstimmung. So zum Beispiel durch den Neubau des Max-Born-Gymnasiums, was den Bau von Sportanlage und Stadion begünstigte – und wiederum Sportarten wie Fußball anzog.

Der ist ein Beleg dafür, dass man beim SV Germering bemüht ist, den Spagat zwischen Breitensport und Leistungsorientiertheit zu schaffen. „Wir würden uns freuen, wenn die Fußballer wieder mal aufsteigen“, sagt Broschei über die in der Kreisklasse vertretenen Kicker. Doch aus finanziellen Gründen wäre wohl die Kreisliga das höchste der Gefühle. Mit Profifußball hat Broschei sowieso wenig am Hut. „Die hohen Summen versteht keiner. Die Profis und ihr Umfeld sind Welten von der Basis entfernt.“

Für Broschei ist im 50. Jahr des Bestehens des SV Germering sowieso wichtiger, dass die einzelnen Abteilungen immer wieder bemüht sind, Trends zu setzen oder sie zumindest dankbar aufnimmt. Der mittlerweile längst etablierte Beach-Volleyball sei ein gutes Beispiel. Froh ist man aber beim SVG aber auch darüber, dass unter den rund 2100 Mitgliedern knapp 900 Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren vertreten sind. Von den 120 Übungsleitern sind zwei Drittel in der Nachwuchsarbeit engagiert. „Das ist der beste Beweis, wie wichtig uns die Jugend ist.“ Broschei ist darauf genauso stolz wie auf die Olympiateilnehmerin Dürr.

Sogar Sportlern aus anderern Vereinen bietet der SVG eine neue Heimat – wie Tennisspielern des TC Unitas, der sich gegen Ende des Sommers endgültig auflösen wird. Das ist auch ganz im Sinne des zu Jahresbeginn zum Ehrenpräsidenten ernannten Eberhard Röll, der den Verein von 2000 bis 2017 führte und mit prägte. In Rölls Zeit fällt unter anderem, dass man bei aller Förderung der Breite sich auch der Leistung nicht verschließen dürfe. „Allerdings muss diese jede Abteilung selbst tragen.“ Dies war Röll im Hinblick auf den Gesamtverein stets wichtig.

Auch das könne man feiern, so Broschei. Für ihn gab es kurz vor den Jubiläumsfeiern noch eine weitere gute Nachricht. Die lange verwaiste Gaststätte, die Mitglidern und Bürgern aus der Umgebung als Anlaufstelle diente, wird mit Christina Bernklau eine neue Pächterin bekommen. (hk)

Das Vereinsjubiläum

wird zwischen dem 8. und 10. Juni an drei Tagen in einem Festzelt gefeiert. Mehr Infos unter www.sv-germering.de.

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