Eishockey-Relegation

Wanderers bleiben in der Bayernliga

Germering - Jubel, Erleichterung, Feierlaune: Germerings-Eishockey-Wanderers spielen auch in der kommenden Saison in der Bayernliga.

Im entscheidenden Relegationsspiel gelang am Sonntagabend in Passau ein 5:2 (0:0, 2:2, 3:0)-Erfolg. Nach der unglücklichen Heimniederlage am Freitag, als Passau mit einem Tor eine Sekunde vor Schluss die Serie ausgeglichen hatte, sahen viele den Vorteil bei den Niederbayern. Doch die Wanderers hatten sich von dem Schock rechtzeitig erholt und die Passauer nun schon zum zweiten Mal in deren Stadion bezwungen. Damit holte die Truppe von Coach Alfred Weindl den entscheidenden zweiten Sieg in der Serie.

„Gerade ist eine große Last von uns gefallen“, jubelte Wanderers-Sprecher Markus Degenhardt nach dem hart erkämpften Sieg. Immerhin musste der mitgereiste Anhang bis ins Schlussdrittel hinein zittern. Doch zwischen der 42. und 56. Minute rissen die Germeringer das Spiel endgültig an sich. Zu den Helden des Abends wurden Martin Pfohmann und US-Boy J.C. Cangelosi, die jeweils doppelt trafen.

Doch vor das Feiern hatte der Eishockey-Gott harte Arbeit gestellt. Im torlosen ersten Drittel sah es noch so aus, als würden die Passauer die Euphorie vom Sieg in Germering konservieren können. „Das 0:0 war etwas glücklich, da Passau die bessere Mannschaft war“, sagte Degenhardts Sprecherkollege Florian Hutterer über die ersten 20 Minuten. Auf der anderen Seite trauerte er zwei Großchancen von Nico Rossi und Cangelosi hinterher.

Eine Schrecksekunde galt es zu überstehen, als Cangelosi nach einem harten Bandencheck auf dem Eis liegen blieb. Doch wenige Minuten später konnte der Amerikaner weiterspielen – zum Glück für die Wanderers. Doch bevor Cangelosi mit seinen Toren zum 4:2 und 5:2 im Schlussabschnitt den Deckel auf den Sieg drauf machte, durften sich andere als Torschützen feiern lassen. Zwar ging Passau nach einer knappen halben Stunde mit 1:0 in Führung. Aber Pfohmann und Christian Czaika ließen das nicht lange auf sich sitzen. Nur drei Minuten später stand es 2:1 für die Wanderers.

Weil Passau aber noch einmal zurückschlug und zum 2:2 ausglich, mussten die letzten 20 Minuten der Saison die Entscheidung bringen. Erneut war es Pfohmann, der nicht lange fackelte und knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn zur wichtigen Führung traf. Da war die Anspannung bei den Germeringer Fans noch groß. Zu genau erinnerte man sich noch an die Freitags-Partie, als die Wanderers drei Minuten vor dem Ende noch mit einem Tor geführt, dann aber doch den Kürzeren gezogen hatten.

Doch dann kam der große Auftritt von Cangelosi. Erst traf er zum 4:2. Danach beruhigte er die von einer danach folgenden doppelten Unterzahl besonders aufgewühlten Nerven des Anhangs. Als die Wanderers wieder komplett waren, schnappte sich der US-Boy den Puck und ließ mit seinem 5:2 endgültig alle Dämme brechen.

Nach der Schlusssirene gab es dann kein Halten mehr: Gemeinsam mit den Fans feierten die Wanderers mit La Ola und einer Spielerraupe auf dem Eis den Klassenerhalt. Damit bleibt für die Wanderers nun Zeit zum Durchschnaufen. „Nach der nervenaufreibenden Schlussphase der Saison werden wir uns alle ein paar Tage Pause gönnen“, kündigt Degenhardt an.

Danach wollen die Wanderers aber auch schon wieder voll anpacken. Schließlich soll eine Zitterspielzeit wie diese, als eine der besten Vorrunden der Vereingeschichte beinahe im Abstiegs-Desaster geendet hätte, nicht nochmal wiederholt werden. 

von Andreas Daschner

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