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Anita Vöhringer ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Zeitschriften-Flohmarkts. Jede Zeitschrift kostet nur 50 Cent.

Alte Zeitschriften suchen neue Besitzer

Germering - Die alten Jahrgänge müssen raus und jedes Heft ist für 50 Cent zu haben: Die Stadtbibliothek hat einen Flohmarkt für Zeitschriften gestartet, der seit zwei Wochen läuft. Und zwar gut

Bibliothekarin Anita Vöhringer kann schon jetzt positive Bilanz ziehen, denn gut die Hälfte des Angebots wurde schon an die Frau und an den Mann, manche Zeitschrift sogar ans Kind gebracht. „Ganz besonders begehrt ist in jedem Jahr die Zeitschriftenreihe Modelleisenbahn“, sagt Vöhringer. Die gehen bei den Liebhabern des Modellbaus quasi weg wie geschnitten Brot. Auch Sammelhefte von Geo oder National Geographic, die mittlerweile auch Ausgaben für Kinder anbieten, wie „Geolino“ und „Geographic-Kids“, sind begehrt.

Erfahrungsgemäß weniger gefragt sind die politischen Magazine, die das aktuelle Zeitgeschehen aufgreifen, das natürlich ein Jahr später schon längst überholt ist. Doch auch von Stern, Spiegel, Focus und Co. geht so manches Exemplar über den Ladentisch, wenn den Leser eine spannende Reportage lockt. Zeitlose Themen, die quasi jedes Jahr erneut in den Redaktionen wiedergekäut werden, wie Zeitschriften für den Gartenliebhaber oder auch Erziehungsratgeber, wechseln auch nach ihrem „Verfallsdatum“ den Besitzer.

Auch Nischen-Blätter im Sortiment

Aber auch Nischen werden bedient, wie beispielsweise die Zeitschrift „Kulturland“, die sich der Landkultur rund um München widmet. „Wir achten natürlich darauf, dass wir auch bei unserem Zeitschriftenangebot auf Trends reagieren und nehmen immer auch Neuerscheinung mit ins Sortiment“, sagt Bibliotheksmitarbeiter Andreas Leufgens. Beim Zeitschriftenflohmarkt dürfen übrigens auch Nichtmitglieder der Bibliothek günstig einkaufen und das noch bis einschließlich Dienstag, 12. April.

An diesem Tag wird auch die frisch renovierte Kinderbuchabteilung wieder eröffnet. „Wir liegen gut im Zeitplan und der Eröffnung zum anvisierten Zeitpunkt steht nichts im Wege“, freut sich Bibliotheksleiterin Christine Förster-Grüber. 

Angi Kiener

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