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Das zerstörte Fahrzeugheck des blauen Hyundai: Rettungskräfte konnten alle fünf Insassen lebend bergen.

Auf der Heimfahrt vom Spiel

Germeringer Jugend-Handballer verunglückt

Kempten/Germering – Der Ausflug nach Kempten endete tragisch: Eine Sportmannschaft ist auf der Heimfahrt von einem Auswärtsspiel verunglückt. Eine Frau und vier Kinder wurden verletzt.

Bei einem Unfall auf der B12 nahe Kempten sind am Samstag eine Frau und vier Buben (11 und 12 Jahre alt) verletzt worden. Die 49-jährige Fahrerin, Mutter eines der vier Kinder, hatte in einer Notbucht wenden wollen, dabei wurde ihr Auto von einem anderen Pkw erfasst. Bei der heftigen Kollision erlitt die Frau so schwere Verletzungen, dass sie von einem Hubschrauber ins Unfallkrankenhaus Murnau geflogen wurde. Zwei Kinder sowie die Fahrerin des anderen Pkw, eine 22-Jährige aus Lauf an der Pegnitz, wurden ebenfalls schwer, die anderen beiden Kinder leicht verletzt.

Die Buben gehören zur Handball-D-Jugend des SC Unterpfaffenhofen-Germering (Kreis Fürstenfeldbruck). „Wir sind mit unseren Gedanken bei den betroffenen Familien“, sagt Markus Schreibauer, Handball-Abteilungsleiter des Sportclubs. Die Abteilung befinde sich in einem Schockzustand. Wie Schreibauer erklärt, ist es üblich, dass die Eltern bei Auswärtsspielen Fahrgemeinschaften organisieren. So auch am Samstag, wo die D-Jugendspieler in Kempten gegen die SG Kempten-Kottern und den Eichenauer SV antraten.

Nach einer Niederlage und einem Sieg brach das Team wieder auf. Später erfuhren die Mitspieler und Trainer Maximilian Boigner von dem Unfall. Wie es den vier Kindern geht – darüber wollte Boigner keine Auskunft geben. „Ich möchte erst mit den Eltern direkt sprechen.“ Der Trainer hofft, „dass meine Jungs bald wieder fit sind“.

Genesungswünsche kamen auch von der gastgebenden Mannschaft. „Wir denken ganz viel an Euch“, schreibt die SG Kempten-Kottern auf ihrer Webseite. Aus Respekt wolle man auf einen ausführlichen, freudigen Bericht über die Vizemeisterschaft in der Bezirksoberliga verzichten. Eine kleine Abordnung der SG besuchte den Buben, der in Kempten behandelt wird. „Ihm geht es den Umständen entsprechend gut“, ließ ein Vereinsmitglied wissen.

Warum die Fahrerin kurz nach dem Ortsende von Kempten auf der B12 wenden wollte, ist noch unklar. „Vielleicht hatten sie etwas vergessen“, spekuliert ein Polizeisprecher der Einsatzzentrale in Kempten. „Aber an dieser Stelle herrscht absolutes Wendeverbot.“

Diesem Verbot widersetzte sich ein weiterer Fahrer, der infolge des Unglücks im Stau stand. Laut Polizei wendete der 34-jährige Ostallgäuer auf der Straße und übersah dabei einen mit Blaulicht und Martinshorn heranfahrenden Notarztwagen. Beim Zusammenstoß kamen beide Fahrzeuge von der Straße ab und überschlugen sich mehrmals. Der 34-Jährige wurde schwer, seine Tochter (5) leicht verletzt. Auch die Rettungskräfte (21 und 61 Jahre alt) kamen verletzt ins Krankenhaus.

Corinna Erhard, Volker Pfau und Stefan Weinzierl

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