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Die tapferen Läufer kämpften sich durch.

Läufer trotzten Regen und Kälte

500 Starter auf Pfützen-Langstrecke

Germering - Es war eine ganz besondere Geburtstagsparty, die gestern im Germeringer Stadion gefeiert wurde: Die Leichtathletik-Abteilung des SV Germering hatte zum 20. Mal zu seinem Stadtlauf gerufen – und über 500 Teilnehmer kamen, obwohl es wie aus Kübeln goss.

Leichtathleten-Chef Otto Holzmann war stolz, als er die Riesenschar der Sportler am Start des Zehn-Kilometer-Rennens überblickte: „Schön, dass wir jedes Jahr so viele zu uns locken können.“ Etwas wehmütig fügte er an: „Bei besserem Wetter hätten wir heuer sicherlich die 600-Marke geknackt.“ Die Veranstaltung, die 1996 nach dem Aus des Brucker Stadtlaufs, in einer Hau-Ruck-Aktion erstmals aufgezogen wurde, wächst jedes Jahr und zieht schon lange nicht mehr nur einheimische Teilnehmer an.

Kein Wunder findet die Olchinger Läuferikone Karlheinz Michalsky: „Die Organisation, Zeitmessung und Versorgung ist hier wirklich top“, lobte der Mann mit dem unverkennbaren gelben Hut, der seit dem ersten Rennen jedes Jahr mitläuft.

Erstmals am Start war eine Mannschaft, die sich aus Asylbewerbern und deren Betreuern rekrutierte. Helferkreis-Organisatorin Verena Mitschke erklärte: „Wir haben uns erst vor zehn Tagen entschlossen, bei dem Lauf mitzumachen.“ Ihre Schützlinge, sechs junge Männer aus Somalia und Eritrea, die aktuell im Flüchtlingsheim in Puchheim leben, schlugen sich tapfer.

20. Mal Germeringer Stadtlauf - die Bilder 

Die Stimmung bei der Veranstaltung war trotz des schlechten Wetter bestens. Jürgen Biffar, Chef des Germeringer Gewerbeverbands, lobte die Organisatoren: „Zwanzigmal so eine Veranstaltung aufzuziehen, das ist schon bemerkenswert.“ Sein Firmenteam „Docuware GmbH“ gewann prompt die Unternehmenswertung. Der Nachbarverein SC Unterpfaffenhofen-Germering glänzte wieder mit der großen Zahl von Startern: Heuer waren es 43 Lauffreunde.

Als echtes Talent erwies sich Moderator Friedhelm Peltz. Der Mann, der beim Lauf vormals für den TV Planegg-Krailing an den Start ging und bereits so manchen Iron-Man-Wettkampf bestritt, unterhielt die vielen Zuschauer mit trockenem Humor und flotten Sprüchen wie: „Bei schönem Wetter Sport machen kann ja jeder.“

Die Siegerin der Frauenwertung über zehn Kilometer hieß erwartungsgemäß Thea Heim. Die DLV-Kaderathletin beherrschte das Feld in 37:39 Minuten. Heim war schon vor zwei Jahren für 35-Minuten-Zeiten auf 10 000 Metern gut. Im Frühjahr beendete sie den Lohhofer Osterlauf in 35:40 Minuten. Kurz darauf brach sich die bayerische Laufhoffnung bei einem Unfall ein Bein und musste vier Monate pausieren. In Germering feierte Heim ihr Comeback.

Ihr Coach Norman Feiler trat 2014 in Germering an, gewann und wollte heuer seinen Titel verteidigen. Der Ex-Profi ging es verhalten an und schloss bei Kilometer vier auf den Führenden, den Gröbenzeller Danilo Friedrich, auf. Drei Kilometer bestritten die beiden Seite an Seite, dann setzte sich Feiler ab und kam nach inoffiziellen 34:10 Minuten an. Friedrich traf rund acht Sekunden später ein.

Beim Fünf-Kilometer-Lauf setzten sich zwei Nachwuchskräfte durch: die 15-jährige Germeringerin Franziska Unterreitmeier und der 14-jährige Geretsrieder Linus Weidenbauer.

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