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In Zukunft lachen die Verkehrsdisplays wieder öfter - nämlich bis zur tatsächlich erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Aus Angst vor Auffahrunfällen

Schummelei auf Smiley-Displays vorbei: Anzeige warnt erst bei tatsächlicher Tempo-Überschreitung

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Die Tempo-Anzeigen an der Brucker- und Merianstraße sind wieder umgestellt worden und sollen auch so bleiben: Sie warnen Autofahrer erst dann mit einem traurigen Gesicht, wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit wirklich überschritten ist.

Gernlinden– Zwischenzeitlich – etwa zwei Wochen lang – hatte es das lachende Gesicht nur bis Tempo 30 gegeben – obwohl auf der Merianstraße 40 und auf der Brucker Straße bis zum Spielplatz 50, ab dort dann 40 erlaubt ist. Die Schummelei ist damit vorbei.

Mit der quasi falschen Einstellung der Geräte sollte erreicht werden, dass „freiwillig“ langsamer gefahren wird. Doch dieses System gilt mittlerweile als gefährlich. Man fürchtet Auffahrunfälle, wenn Fahrer plötzlich bremsen, weil sie denken, dass sie zu schnell unterwegs sind – obwohl sie es tatsächlich nicht sind. Entstünde ein Schaden, so könnte im schlimmsten Fall die Gemeinde in Haftung genommen werden – weil sie die Geräte falsch eingestellt hat.

Lachendes Smiley bis zur tatsächlich erlaubten Höchstgeschwindigkeit

Das will der Maisacher Gemeinderat vermeiden. Gegen drei Stimmen votierte das Gremium deshalb dafür, das lachende Smiley bis zur gültigen Höchstgeschwindigkeit anzeigen zu lassen.

Die Tempo-30-Befürworter im Ortsteil hatten über 400 Unterschriften von Anwohnern gesammelt: für die reduzierte Geschwindigkeit auf der Brucker- und Merianstraße. Doch der Maisacher Gemeinderat stimmte dagegen, weil Tempo 30 rechtlich nicht haltbar ist. Denn beide Straßen sind Hauptverbindungsachsen. Mit Tempo 40 befindet man sich zumindest in einer tolerierten Grauzone. Versprochen wurde aber, dass Verkehrsdisplays aufgestellt werden, die zum langsamen Fahren ermahnen.

Das geschah bald darauf. Zu den beiden Smiley-Displays kamen noch zwei Geräte, die das Tempo messen und anzeigen. Der Autofahrer sah also jeweils sein Tempo und ein lachendes oder trauriges Gesicht.

Gemeinderat mit Messergebnissen zufrieden

Gemessen wurde zwei Monate lang. Auf der Merianstraße wurden fast 47 000 Fahrzeuge gezählt. Rund 31 Prozent waren langsamer unterwegs als die erlaubten 40 Stundenkilometer. 35 Prozent der Fahrer überschritten das Tempo um 5 km/h, 27 Prozent bis zehn km/h. Nur sieben Prozent fuhren mehr als Tempo 50. Im Durchschnitt aller Autos ergab sich Tempo 40.

Auf der Brucker Straße wurden 104 000 Fahrzeuge erfasst. Auch hier lag das Durchschnittstempo bei 40 – obwohl im gemessenen Bereich Höhe Feld 50 gefahren werden dürfte. Fast 89 Prozent der Autos lagen unter der erlaubten Geschwindigkeit. Neun Prozent waren bis 5 km/h drüber, zwei Prozent bis zehn km/h. Nach Auffassung der Gemeindeverwaltung sind das gute Ergebnisse: Es werde nicht so schnell gefahren wie erwartet.

Fachbüro für Verkehrskonzept gesucht

Die Messgeräte werden demnächst abgebaut, aber die Smiley-Displays bleiben stehen. Nächster Schritt ist, dass ein Fachbüro für ein Verkehrskonzept für Gernlinden gesucht wird. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) verweist zudem auf das geplante Kinderhaus an der Brucker Straße: Dann könne dort von 8 bis 18 Uhr Tempo 30 festgeschrieben werden.

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