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Das südliche Zentrumsgebiet von Gernlinden wird überplant. Bis die Vorgaben stehen, gilt eine Bausperre.

Bebauungsplan wird aufgestellt

Gernlindner Mitte wird überplant

Gernlinden - Das südliche Zentrumsgebiet von Gernlinden wird überplant. Bis die Vorgaben stehen, gilt eine Bausperre.

Der Maisacher Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass in dem rund 3,8 Hektar großen Baugebiet geordnet nachverdichtet werden soll. Dafür braucht es einen Bebauungsplan.

Das Areal südlich der Bahnlinie München – Augsburg ist wie folgt begrenzt: im Norden durch die Gleise, im Westen auf Höhe der Graf-Toerring-Straße 6 und durch die Buschingstraße, im Süden durch die Nordgrenze der Friedenstraße und Südgrenze der Heinzingerstraße, im Osten auf Höhe der Merianstraße 2a und Heinestraße 12. Bis der Bebauungsplan steht und beschlossen ist, gilt für das ganze Areal eine Veränderungssperre – das heißt, es darf dort nicht gebaut werden.

Das Thema war im Gemeinderat wegen einer Bauanfrage aufgekommen. An der Graf-Toerring-Straße 4a wollte der Grundbesitzer drei neue Mehrfamilienhäuser mit 15 bis 18 Wohnungen bauen. Die Firsthöhe war mit 11,50 Meter geplant – deutlich höher als in der Umgebung.

Aus städtebaulichen Gründen wurde der Antrag abgelehnt: Der Gemeinderat will keinen Grundbesitzer bevorzugen, stattdessen Regeln für alle festsetzen und eine geordnete Entwicklung sicherstellen. Daher wird nun das Gebiet überplant.

Dass dort eine höhere Baudichte möglich ist, darüber war man sich einig: „Wir haben uns das Geviert angeschaut“, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) in der Sitzung, „der Bereich um das Bürgerzentrum verträgt eine Verdichtung.“

Die Veränderungssperre gilt zunächst für ein Jahr und kann dann, wenn das von der Gemeinde sinnvoll begründet wird, um ein weiteres Jahr verlängert werden. Da die Architektin aber Zeit hat und mittlerweile beauftragt ist, geht Seidl davon aus, dass der Bebauungsplan in etwa zwölf bis 15 Monaten steht.

von Helga Zagermann

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