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Geschäfte und Wohnen in der Paulusgrube

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In der Paulausgrube, die in etwa das Gebiet zwischen Bahnhof-, Wolf und Jahnstraße umfasst, sollen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Doch auch die Gebiete der Bahn möchte die Stadt in die Neugestaltung des Areals einbeziehen.  Grafik: SKa
In der Paulausgrube, die in etwa das Gebiet zwischen Bahnhof-, Wolf und Jahnstraße umfasst, sollen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Doch auch die Gebiete der Bahn möchte die Stadt in die Neugestaltung des Areals einbeziehen. Grafik: SKa

Olching - Die so genannte Paulusgrube am Olchinger Bahnhof und angrenzende Flächen sollen zum Leben erweckt werden. Die Stadt hat jetzt ein Starnberger Büro mit der Entwicklung beauftragt.

Auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Areal und der gegenüberliegenden Fläche - also inklusive Bahnhofstraße und Buswendeplatz - soll ein innerstädtisches Viertel entstehen. Ähnlich wie auf dem Gelände der alten Knabenschule in der Hauptstraße möchte man dort einen Mix aus Geschäften, Gewerbe und Wohnen etablieren. Allerdings gibt es einen Knackpunkt: Das gesamte Areal um den Bahnhof - mit Ausnahme der Paulusgrube - gehört der Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, der Immobliengesellschaft der Deutschen Bahn. Mit dieser würden aber bereits Gespräche geführt, berichtet Rathaussprecherin Martina Bögl auf Tagblatt-Nachfrage. Mit den Verhandlungen hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse, der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes und der Investorensuche wurde das Starnberger Büro „Ehret + Klein Chartered Surveyors“ betraut.

„Wir freuen uns, dass die Entwicklung der Paulusgrube nun wieder aufgenommen werden konnte“, sagt Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Das Grundstück befinde sich in sehr attraktiver Lage und solle so gestaltet werden, dass auch das Bahnhofsumfeld aufgewertet werde.

Pläne, das Areal rund um den Bahnhof zu gestalten gibt es seit den 90er-Jahren. Damals kaufte die Gemeinde die Paulusgrube, die zwischen Bahnhofs- und Wolfstraße liegt, günstig von der Deutschen Bahn. Sogar ein Bebauungsplan wurde auf den Weg gebracht, wie Ewald Zachmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und damals Bürgermeister von Olching, berichtet. Es gab Überlegungen, dort ein neues Rathaus, ein Bürgerhaus und die Gemeindebücherei anzusiedeln. Denn der Kauf sei mit der Auflage vorbunden, dass das Grundstück die nächsten zehn Jahren nur für gemeinnützige Zwecke genutzt werden dürfe, so Zachmamm. Doch das Vorhaben scheiterte bis jetzt an der Deutschen Bahn. Doch die ist für die Entwicklung des Areals unbedingt nötig. Denn über die Bahnhofstraße wird die Paulusgrube erschlossen.

Auf dem Grundstück, das der Volksmund nach einer in der Nähe ansässigen Familie benannt hat, stand nie etwas. „Die Bahn hatte dort, ich glaube noch vor dem Zweiten Weltkrieg, Kies abgebaut, deshalb ist eine Vertiefung da“, erzählt Zachmann. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler begrüßt es, dass es mit der Paulusgrube vorangehen soll: „Es ist ein wichtiges Grundstück, das in der Mitte von Olching liegt.“

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