Geschwisterbonus bleibt vorerst

Schöngeising - Der Geschwisterbonus im Kinderhaus Schöngeising bleibt bestehen - zumindest vorerst.

Der Gemeinderat hielt in seiner jüngsten Sitzung an der Regelung fest, dass Eltern für ein zweites Kind in der Betreuungseinrichtung nur 60 Prozent der Gebühr, für jedes weitere Kind gar nichts mehr zahlen. Dadurch kann es passieren, dass die Kommune Fördergelder herschenkt. Der Staat fördert die Gebühren für Vorschulkinder derzeit mit maximal 100 Euro, zahlt jedoch nicht mehr, als die tatsächlich fällige Gebühr. „Fällt ein Vorschulkind nach Abzug der 40 Prozent unter die 100 Euro, dann bekommen wir auch nicht die volle Förderung“, erklärte Bürgermeister Thomas Totzauer (FW). Nachdem die Mitarbeiter des Kinderhauses darauf hingewisen hatten, wollte der Rathauschef den Geschwisterbonus komplett streichen. „In der Region sind wir die einzigen, die ihn in dieser Form noch haben“, sagte er. Doch eine 8:5-Ratsmehrheit lehnte die Streichung ab, weil die Anmeldung bereits über die Bühne gegangen ist. „Die Eltern haben mit dem Bonus gerechnet, den sollten wir ihnen nicht im Nachhinein wegnehmen“, sagte Thomas Braumiller (CSU). Das Thema soll nächstes Jahr erneut beraten werden - dann aber vor der Anmeldung. (ad)

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