Gewerbegebiet Gernlinden

Plan wird angepasst an Firmenwünsche

Gernlinden - Die Firma TTI, Anbieter von Elektronikbauteilen mit Europazentrale in Gernlinden, kann ihre Gewerbeflächen an der Ganghoferstraße bald erweitern.

Der Gemeinderat hat die dazu nötige Änderung des Flächennutzungsplans und zudem den Bebauungs- und Grünordnungsplan gebilligt – jeweils gegen die Stimme von Ursula Gessner (Grüne). Nun wird alles erneut öffentlich ausgelegt.

TTI, größter Gewerbesteuerzahler der Kommune, plant wie berichtet eine Erweiterung. Das Unternehmen baut ein 3000 bis 3500 Quadratmeter großes Bürogebäude, ein zusätzliches Lager und ein mehrstöckiges Parkhaus an den Bahngleisen.

Im Gemeinderat wurde betont, dass Dachaufbauten nur auf zehn Prozent der Fläche erlaubt sind und maximal ein Meter über die Wand- und Firsthöhe hinausragen dürfen. Hintergrund: Das Lagergebäude ist mit 20 Metern sowieso schon an der maximalen Höhe angelangt.

In der Sitzung hatte Gottfried Obermair (FW) erneut die Diskussion angestoßen, das Unternehmen zu energetischen Maßnahmen zu verpflichten. Schließlich wolle der Landkreis das Ziel 21 erreichen.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) betonte, der Bauwerber wolle keine Photovoltaik auf dem Dach und diese sei auch im Bebauungsplan nicht vorgeschrieben. Zusammen mit der Fachplanerin der Gemeinde einigte man sich auf den Passus, dass der Firma nahe gelegt wird, beim Bau energetische Konzepte (nicht festgelegt auf eine bestimmte Form) zu berücksichtigen. Verpflichtet werden kann das Unternehmen nicht. Ein Fünftel aller Dachflächen muss übrigens begrünt werden – das ist eine feste Vorgabe.

Obermair, Energiereferent des Kreistags, war damit zufrieden. Er meinte aber, dass ja das Unternehmen etwas wolle und die Gemeinde die Regeln vorgeben solle. Widerspruch kam aus seiner eigenen Fraktion: Alfred Hirsch sagte: „Was heißt da ,TTI will‘. Wir wollen schon auch, dass die Firma bei uns in der Gemeinde bleibt."

zag

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