Hier kommt die Glasfaserleitung: Die magenta-farben markierten Bereiche gehören zum Ausbaugebiet der Telekom.

Glasfaser ermöglicht Blitz-Internet

Fürstenfeldbruck - Telefonieren, surfen, fernsehen über die schnelle Datenautobahn: Die Telekom will in Fürstenfeldbruck das Glasfasernetz bis in die Wohnungen verlegen.

Die Stadt gehört zu einer der ersten Kommunen, in denen die Telekom Internet in Lichtgeschwindigkeit anbieten will. Die Glasfaserleitung ermöglicht derzeit eine Übertragungsrate von 200 Mbit pro Sekunde. In der Zukunft sind bis zu 1000 Mbit möglich, verspricht Peter Heider, Regionaler Projektleiter für den Glasfaser-Ausbau. Einzige Voraussetzung: Genügend Abnehmer müssen auf den schnellen Datenzug aufspringen. „Glasfaser geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

OB Sepp Kellerer (CSU) ist froh, dass die Telekom nach Freising, Kempten und Ingolstadt auch Bruck ausgewählt hat. „Es ist ein unabdingbarer Schritt in die Zukunft, den wir gehen müssen.“ Er hofft, dass genügend Interesse da ist. „Denn es beschweren sich immer wieder Menschen, dass das Internet zu langsam ist.“ Nun müssten sie ihren Forderungen auch Taten folgen lassen.

Die Technik ist keineswegs neu: Glasfaserleitungen sind schon in der Stadt verlegt. Doch vor den einzelnen Häusern wechseln sie zu Kupferkabeln. Und da geht die Übertragungsgeschwindigkeit mit jedem Meter verloren. Das verhindert die neue FTTH-Technik (Fibre to the home). Hier bekommt jede Wohnung eine eigene Glasfaser, über die die Daten rasen. Da auch Tiefbauarbeiten nötig sind, müssen die Grundstückseigentümer zustimmen, erklärt Heider. Sie gestatten der Telekom in einem Nutzungsvertrag, unter den Straßen oder in ihren Gärten die Leitungen zu verlegen. Fehlt die Vereinbarung, wird das Haus ausgelassen. (imu)

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