Auferstehungskirche Puchheim

50 Glockenschläge zum Doppeljubiläum

Puchheim - 50 Jahre Gemeindehaus und 30 Jahre Auferstehungskirche: Dieses Doppeljubiläum feierten nun die evangelischen Christen in Puchheim.

„Der Raum passt noch immer zu den Menschen und zum Glauben.“ Für Peter Morgenroth, den ersten evangelischen Pfarrer in Puchheim, haben die Mauern der Auferstehungskirche nichts von ihrer Bedeutung verloren. Das man sich darin wohl fühlen sollte, sei vor 30 Jahren einer der Grundgedanken bei der Planung gewesen. Doch Morgenroth fügte hinzu: „Kirche wird daraus erst mit jeder Geburt, die gefeiert und mit jedem Toten, der betrauert wird.“

Auch Dekan Stefan Reimers zog in seiner Festpredigt den Vergleich zwischen äußerer Hülle und inneren Beweggründen. Es habe für Gemeindehaus und Kirche sicher Menschen gebraucht, die damals Zeit und Geld in Entscheidungen investiert hätten. „Der Kirchenvorstand wusste aber auch damals schon, was Steine bedeuten können: Begeisterung wecken für den Aufbau.“ An dieser Stelle erwähnte Reimers, dass aus diesem Grund die evangelischen Christen vor 30 Jahren in die Namensfindung für die Kirche mit einbezogen worden waren. „Bleibt dieser lebendige Stein für Glaube und Menschen“, rief Reimers den Besuchern des Jubiläumsgottesdienstes zu. Die Stadt Puchheim brauche diese Kirche als Ort der Ruhe.

Doch auch die Kirche sei der Stadt stets als Gesprächspartner willkommen, sagte Bürgermeister Norbert Seidl. Er wies darauf hin, dass sich die evangelische Kirche immer wieder in die Politik eingemischt habe. Das funktioniere, wenn zwischen Politik und Kirche grundsätzlich Übereinstimmung bestehe. „Limburger Luxusbauten stören aber diese Übereinstimmung“, so Seidl.

Pfarrer Markus Ambrosy ergänzte dies mit dem Hinweis auf die gute Zusammenarbeit zwischen der evangelischen Kirchengemeinde und Stadtpolitik: „Wir sind nicht immer einer Meinung, aber wir sind stets gut und respektvoll im Gespräch.“ Dies gilt ebenso für den Kontakt mit der katholischen Nachbargemeinde St. Joseph. Pastoralreferent Helmut Schnieringer betonte: „Unterschiede hindern nicht. Sie bereichern und schaffen Vielfalt.“

Für das Doppeljubiläum hatte sich die Auferstehungskirche auch ein paar Besonderheiten ausgedacht. So wurden alle Kirchenvorstandsmitglieder der vergangenen 30 Jahre eingeladen. Zudem wurde ein Jubiläumskaffee hergestellt. Und um 16 Uhr beendeten 50 Glockenschläge die Feierlichkeiten. (hk)

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