Der Gospelchor bei einem seiner Auftritte. foto: tb

Auszeichnung für

Gospelchor bekommt Kulturförderpreis

Fürstenfeldbruck – 900 Zuschauer haben dem Gospelchor „Oh happy day“ 2014 bei seinem ersten Konzert im Stadtsaal zugejubelt.

 Genau zwei Jahre nach diesem Event wird dem Inklusions-Chor unter der Leitung von Thilo Wimmer eine fast noch größere Ehre zu Teil. Die Gemeinschaft bekommt den diesjährigen Kulturförderpreis des Kulturvereins, der mit 1500 Euro dotiert ist.

„Wir finden es großartig, dass bei diesem Projekt Grenzen abgebaut und Emotionen aufgebaut werden“, lobte die Vorsitzende des Kulturvereins Karin Schleicher bei der Verkündung der Jury-Entscheidung. Denn bei dem bayernweit einmaligen Projekt der Caritas Fürstenfeldbruck/Dachau können Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam singen. Geprobt wird in so genannten Workshops. Mittlerweile hatte der Chor mehrere Auftritte – nicht nur in Bruck. „Die Konzerte sind ein riesiger Erfolg. Das wollten wir auszeichnen“, so Vize-Vorsitzender Manfred Vögele.

Die Verleihung des Förderpreises markierte schon öfters den Anfangspunkt unterschiedlicher Karrieren. Ein Beispiel ist die Vorjahres-Siegerin Cora-Marina Jordache. Die 24-jährige Geigerin aus Bruck absolvierte ihr Diplom in Salzburg und krönte ihre akademische Laufbahn mit dem Master of Music in London. Heute ist sie international gefragt. „Ich komme aber immer wieder gerne nach Fürstenfeldbruck. Hier ist man zu Hause bei Freunden.“

Mit der hiesigen Kulturlandschaft sind die Mitglieder des Vereins zufrieden. Sie bemühen sich aber immer weiter um den Kontakt zwischen Kulturschaffenden und der Öffentlichkeit. Vergangenes Jahr organisierten die Verantwortlichen beispielsweise ein offenes Singen.

Außerdem unterstützte der Verein eine Ausstellung über den Architekten Adolf Voll, der das Brucker Stadtbild prägte. Der Wettbewerb „Junge Stars“ musste allerdings auf Grund zu weniger Bewerbungen abgesagt werden. Auch deshalb kündigt Karin Schleicher an: „Wir wollen die Jugend wieder für Kultur begeistern.“ Extrem wichtig sei die Förderung der Schüler. In den vergangenen Jahren habe man sich hierbei auf das Thema Theater konzentriert, 2015 stand auch ein Museumsbesuch an. Im Rahmen der Ausstellung „Am Wasser – Steinzeitmenschen am Haspelsee“ konnten die Schüler damals eine Zeitreise machen. Dieses Jahr laden die Verantwortlichen beispielsweise zu einer Filmvorführung. Am Jexhof wird der Streifen „Vom Smoliczek“, gezeigt, der dort gedreht wurde. tim grübl

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