„Evangelisch vor Ort“ heißt die neue Initiative der Pfarrer im westlichen Landkreis. Sie besuchen vorwiegend kleine Gemeinden. Fotos: Weber

Ein Gottesdienst vor dem bemalten Bauwagen

Zankenhausen - „Evangelisch vor Ort" heißt die neue Initiative der Pfarrer im westlichen Landkreis. Damit wollen sie dorthin fahren, wo sonst nur wenige Gläubige herkommen.

Aus kleinen Gemeinden, die zwar sicher ein katholisches, aber eben nur selten ein evangelisches Gotteshaus haben. Am Pfingstmontag luden Prädikant Paul Böser und Marion Schlögl, beide Kirchenvorstände aus Türkenfeld, den Inhalt des Bauwagens auf einer Wiese am Zankenhausener Ortsrand aus.

Wenn tatsächlich nur die Protestanten Zankenhausens gekommen wären, hätten sie vermutlich auch im Bauwagen Platz gehabt. Deswegen lud die Geistlichkeit auch die Katholiken ein, die in Türkenfeld ihren traditionellen Gottesdienst auf dem Stefansberg ausfallen ließen und stattdessen in einer Prozession in den Nachbarort zogen.

Über 120 Gläubige scharten sich um den vor dem Bauwagen aufgebauten Mini-Altar. „Wir haben nicht mit so vielen Leuten gerechnet“, bekannte Paul Böser erfreut und ließ eiligst noch weitere Bierbänke aus dem Ort heranschaffen. In ihrem Predigt-Dialog erklärten Böser und Schlögl, dass der Bauwagen auch ein gutes Symbol für die Kirche sei. „Er steht üblicherweise dort, wo gerade ein Haus gebaut wird und später Menschen einziehen.“

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