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Die Haltestelle präsentierten Bürgermeister Markus Kennerknecht und Vize-Bürgermeisterin Ingrid Wild.  

In Grafrath

Altenheim jetzt an Busnetz angeschlossen

Das Altenwerk Marthashofen in Grafrath ist ab sofort optimal an das Busnetz im Ort angeschlossen. Rund 90 000 Euro kostete der Bau der dafür nötigen Haltestelle an der Brucker Straße, die nun eingeweiht wurde. Die Kosten teilen sich Freistaat, Marthashofen und die Gemeinde zu je einem Drittel.

Grafrath –  Wie Bürgermeister Markus Kennerknecht erklärt, war die Planung der Haltestelle nicht leicht. Es standen vor allem technische Probleme im Weg. „Am Anfang war die Erwartung ein wenig, dass wir einfach zwei Haltestellen-Schilder und über kurz oder lang noch ein Wartehäuschen aufstellen“, sagt der Rathauschef. In Besprechungen mit dem MVV, der Polizei und dem Landratsamt habe man aber schnell festgestellt, dass es nicht so einfach sein würde. Vor allem die extreme Hanglage und die begrenzte Fläche machten das Bauvorhaben zu einer kleinen Herausforderung. „In meinem mitunter diskussionsfreudigen und ideenreichen Gemeinderat gab es zahlreiche Vorschläge“, erzählt Kennerknecht mit einem Schmunzeln. Am Ende habe man aber eine sehr gute Lösung gefunden und diese – trotz ausgelasteter Baufirmen – nun auch zügig umsetzen können.

Die Aufstellflächen für die Fahrgäste sind nun fertig, sie sind behindertengerecht und weisen geriffelte Flächen zur Orientierung für Sehbehinderte auf. Auf der Richtung Buchenau führenden Haltestelle fehlt lediglich noch ein Geländer zum abschüssigen Hang hin. Das wird demnächst gebaut. So lange ist die gefährliche Stelle durch Baustellenabsperrungen abgesichert. Die Gesamtkosten in Höhe von 90 000 Euro sind deshalb bislang auch nur eine Schätzung, wie Kennerknecht betont. „Die Endabrechnung liegt noch nicht vor.“

Nun hält die Buslinie 820, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb ging, auch an der neu geschaffenen Haltestelle. Die Linie verbindet den Ortsteil Wildenroth in der einen Richtung mit der Buchenau in Bruck, in der anderen mit dem Fünf-Seen-Land. „Sie ist für unsere Gemeinde ganz wesentlich und wird auch gut angenommen“, sagt Kennerknecht.

Aufgrund der Anbindung Marthashofens dürften nun noch einige Fahrgäste mehr hinzu kommen. „Im Altenwerk ist man jedenfalls sehr glücklich mit der neuen Haltestelle“, sagt Kennerknecht. Bei der Einstellung von Mitarbeitern sei die öffentliche Anbindung ein Kriterium, das mit ausschlaggebend sei, ob sich Bewerber für Marthashofen entscheiden.

Mit den nun fahrenden Bussen kommt aber eine weitere Aufgabe auf die Gemeinde zu, wie Kennerknecht und Vizebürgermeisterin Ingrid Wild erklären: Die marode Brucker Straße muss über kurz oder lang saniert werden. „Die Busse wiegen schließlich ganz schön was“, sagt Wild. Billig wird es aufgrund der Topografie aber nicht, die Fahrbahn auf Dauer tragfähig zu machen. „Die Sicherung der steilen Hänge macht das Vorhaben teuer“, sagt Kennerknecht.

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