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Auf der Jesenwanger Straße fährt derzeit nur, wer unbedingt muss. Die Baustelle ist eine Sackgasse. 

Bürgerversammlung

Baustelle und Verkehr ärgern die Grafrather

Der Verkehr war das Hauptthema bei der Grafrather Bürgerversammlung. Rund 100 Personen waren im Bürgerstadel erschienen. Die Wortmeldungen drehten sich vor allem um die Ortseinfahrten und die Geschwindigkeiten, die dort gefahren werden.

GrafrathIn der Graf-Rasso-Straße Richtung Bahnhofstraße gilt nun nach langem Hin und Her Tempo 30. Aus Kottgeisering kommend in Richtung Kreisel an der B 471 ist das nicht der Fall. Viele halten sich laut einem Bürger aber auch nicht an das herrschende Tempo 50. „Dort wird gerast, und keinen interessiert das“, schimpfte der Grafrather. Dem widersprach Bürgermeister Markus Kennerknecht jedoch. Da es sich um eine Kreisstraße handle, seien der Gemeinde bezüglich baulicher Veränderungen oder zugelassener Geschwindigkeit die Hände weitgehend gebunden. Geplant sei zumindest, dort eine Geschwindigkeitsanzeige aufzustellen.

Ein anderer Grafrather bemängelte, dass an allen Ortseinfahrten generell zu schnell gefahren werde – auch von Moorenweis oder von Mauern kommend. Wie ein weiterer Bürger ergänzte, sei die Einmündung der Villenstraße Nord am Ortseingang aus Richtung Moorenweis zudem sehr unübersichtlich – auch wegen eines dort stehenden Kastens der Telekom. „Der Kasten kommt weg“, versprach Kennerknecht. Außerdem werde man gerne die Anregung prüfen, dort einen Verkehrsspiegel aufzustellen.

Bauliche Veränderungen wie Fahrbahnverschwenkungen müsse man aber mit dem Landkreis abstimmen. Denn bei allen genannten Ortseinfahrten handelt es sich um Kreisstraßen. „Wenn dort ohnehin eine Baumaßnahme geplant ist, kann man da vielleicht etwas machen“, sagte der Rathauschef.

Auch der ruhende Verkehr beschäftigte die Grafrather. Ein Bürger schimpfte über Dauerparker: „Es kann doch nicht sein, dass vor der ehemaligen Metzgerei in der Hauptstraße dauerhaft ein Anhänger steht.“ Kennerknecht stimmte ihm zu, sagte aber: „Das Parken komplett zu verbieten, ist auch keine Lösung.“ Zudem würden die parkenden Autos dann auf Nebenstraßen ausweichen und diese belasten. Zeitlich begrenztes Parken ist stellenweise bereits angeordnet.

Auch die Baustelle an der Jesenwanger Straße bewegte die Bürger. Kennerknecht bat um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen, die nur noch drei oder vier Wochen andauern würden: „Eine große Umleitung ist aufgrund der Sackgassensituation nicht möglich.“ Es wurde gefragt, ob die eingeplanten Kosten eingehalten werden – denn die Grundeigentümer müssen mitzahlen. „Vom Gefühl her glaube ich, dass wir im Rahmen bleiben“, sagte der Rathauschef. Genaue Zahlen gibt es noch nicht.

Zuguterletzt gab es noch einen Appell an die Bürger, die Sträucher an den Grundstücksgrenzen zum öffentlichen Raum zurückzuschneiden. Auslöser war eine Beschwerde von Karlheinz Dischl von der örtlichen Feuerwehr. „Die Äste hängen stellenweise so tief, dass sie unsere Einsatzfahrzeuge verkratzen, wenn wir daran vorbeifahren“, sagte er. Eine Beschwerde, mit der Dischl dem Rathauschef nach eigenen Worten „aus der Seele sprach“. (ad)

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