Aktiv in Sachen Klima sind Heke Schiessel und Albert Tibudd

In Grafrath

Bürgerinitative ruft zu Anti-Klimawandel-Aktionen vor Ort auf

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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 Etwas gegen Klimawandel und Plastikmüll tun, ist das Ziel der Bürgerinitiative „Klimaaktiv vor Ort“. Mehr als 20 Grafrather, Kottgeiseringer und Schöngeinsinger haben sich zusammengetan, um im Kleinen selbst Verantwortung zu übernehmen und andere zum Schutz von Klima und Umwelt zu motivieren.

Grafrath – Auf Initiative von Maria Leiternstern-Gulden von der Agenda 21 und Umweltreferent Roger Struzena hat sich die Bürgerinitiative (BI) im Herbst erstmals getroffen. „Wir sind ganz normale Leute mit verschiedenem Hintergrund – viele davon auch nichtpolitisch“, beschreibt BI-Sprecher Thomas Prieto Peral den Zusammenschluss. Globale Themen will man beackern. „Denn auch wenn es ein altbekannter Spruch ist: Wir müssen lokal handeln“, sagt Peral.

Beispiele, die Freude machen

Weniger Energie verbrauchen, weniger konsumieren, weniger Fleisch- und Milchprodukte verzehren, weniger Müll produzieren: Die Ziele sind in der heutigen Zeit nicht neu. Die BI will diese auch nicht neu erfinden. Stattdessen gilt: „Wir haben beschlossen, Ideen zu entwickeln, wie man die Leute motivieren kann, etwas zu tun“, so Peral. Moralpredigten will man dabei aber vermeiden. „Es geht um Beispiele, die Freude machen.“ So hatte eine Mutter aus der BI beschlossen, ihre Tochter eine Woche lang nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen. „Das hat vor allem der Tochter so viel Spaß gemacht, dass sie das auch weiterhin tun.“ Solche Beispiele müsse man weitererzählen.

Sieben Tage ohne

Bei den monatlich stattfindenden Treffen sind Aktionen in Arbeit. So soll die Fastenzeit unter dem Motto „Sieben Tage ohne“ stehen. Und zwar ohne Plastik, Auto oder Fleisch. „Jeder kann sich eines davon aussuchen und mal ausprobieren, wie es ist, eine Woche so zu leben.“

Zum Start der Aktionswoche Anfang März ist auch ein Workshop geplant, bei dem gezeigt werden soll, wie man Reinigungsmittel selbst herstellen und abfüllen kann, um die Plastikflaschen einzusparen. „Bei den meisten machen diese Flaschen 50 bis 60 Prozent des Plastikmülls aus“, sagt Peral. Die BI will sich zudem mit Supermärkten in Verbindung setzen. „Wir wollen sie bitten, sich ökologisch aufzustellen und zum Beispiel auf Plastiktüten zu verzichten“, erklärt Peral. Dass man alleine vor Ort den Klimawandel nicht aufhalten kann, ist den BI-Mitgliedern bewusst. „Aber wenn jeder zehn Prozent Konsum und Müll einspart, ist schon viel erreicht.“ 

Der nächste Termin

Die BI „Klimaaktiv vor Ort“ trifft sich einmal im Monat im Grafrather Bürgerstadel. Das nächste Mal bereits am morgigen Freitag, 19 Uhr. Danach am 8. März und 12. April. Weitere Infos im Internet unter www.klimaaktiv-vor-ort.de.

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