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Car-Sharing in Grafrath: Ein Elektro-Renault zum Ausleihen

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Elektroauto
Elektroauto © dpa / Hendrik Schmidt

Der Bevölkerung in Grafrath soll schon bald ein Elektrofahrzeug für ein Carsharing-Modell zur Verfügung stehen. Die Vorbereitungen laufen. Voraussichtlich ab dem Frühsommer 2019 können die Bürger den Renault Zoe dann ausleihen.

Grafrath – Im Gemeinderat wurde zuletzt intensiv über die Einführung eines Carsharing-Systems diskutiert. Nun werden Nägel mit Köpfen gemacht. Wie Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) und Umweltreferent Roger Struzena (Grüne) mitteilen, steht die Gemeinde in Kontakt mit einer Firma aus Berg (Landkreis Starnberg). Mit ihr soll für zunächst zwei Jahre das Carsharing realisiert werden. „Das Fahrzeug soll an einem zentralen Punkt in Grafrath stationiert werden“, sagt Kennerknecht. Alle Bürger der Gemeinde sollen das Elektro-Auto dann mittels eines entsprechenden Buchungssystems nutzen können.

Angesichts der Lieferzeiten für den Renault rechnen Rathauschef Kennerknecht und Umweltreferent Struzena damit, dass das Carsharing-System in Grafrath im Frühsommer des kommenden Jahres in Betrieb gehen kann. Wieviel Geld den Interessenten die Nutzung des Autos kostet, ist noch nicht klar. Der genaue Tarif wird laut Kennerknecht derzeit noch ausgearbeitet.

Unabhängig davon sei man im Gemeinderat aber der Überzeugung, dass das Konzept des E-Carsharings einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zu neuen Wegen bei der Mobilität im Nahverkehr darstelle. „Abhängig von der Akzeptanz und dem Erfolg des Systems hat das Gremium bereits die Bereitschaft signalisiert, auch über die Anschaffung eines weiteren Fahrzeugs nachzudenken.“

E-Auto in Kottgeisering

Nach Grafrath und Schöngeising befasst sich auch Kottgeisering mit der Möglichkeit, den Bürgern ein öffentlich nutzbares Elektroauto anzubieten. Engagierte Bürger haben sich in einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Dessen Sprecherin, Marion Mahr, berichtete im Kottgeiseringer Gemeinderat, dass „sehr unterschiedliche Personen von jung bis alt“ am E-Carsharing Interesse hätten. Und auch bereit wären, dafür zu zahlen. „Die Leute schauen nicht auf zehn Cent. Wichtig ist, dass es funktioniert.“ 

In der Praxis müsste man sich für das Carsharing bei der Gemeindeverwaltung anmelden und seine Fahrerlaubnis nachweisen. Über eine Chip-Karte würden Buchungen online selbst vorgenommen. Der Mietpreis könnte laut Mahr bei etwa 35 Euro pro Tag liegen. Zunächst müsste allerdings die Gemeinde in Vorleistung gehen. Ein Elektroauto plus Ladesäule und Versicherung würde über einen Zeitraum von zwei Jahren bei einem entsprechenden Anbieter 20 000 Euro kosten, so Mahr. 

Dagegen stünden die Einnahmen aus der Vermietung. Wichtig sei, dass das Auto im Ort gesehen werde und fußläufig in fünf bis zehn Minuten zu erreichen sei. Ziel sei es letztendlich, bei entsprechender Auslastung die Zahl der Autos auf zwei bis drei pro Gemeinde zu steigern.

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