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Die Finanzlage wird schwierig.

Aus dem Gemeinderat

Corona: Grafrath rechnet mit 300 000 Euro weniger Einnahmen

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Corona-Krise scheint die Gemeinde Grafrath als erstes bei der Einkommensteuer zu treffen.

Grafrath – Die Kämmerei geht derzeit von Mindereinnahmen in Höhe von 300 000 Euro aus. Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) bezeichnet die Lage als „nicht einfach, aber auch nicht hoffnungslos“.

Im Haushalt sind die Einnahmen aus der Beteiligung an der Einkommensteuer mit knapp 3,4 Millionen Euro angesetzt. Doch in den ersten beiden Quartalen des Jahres sind lediglich etwas mehr als 1,5 Millionen Euro geflossen. Laut dem Lagebericht, der nun im Finanzausschuss vorgelegt wurde, bleibe noch abzuwarten, wie sich das restliche Jahr – insbesondere die Auswirkungen der Kurzarbeit – entwickle.

Bei ähnlich niedrigen Einnahmen in den Quartalen drei und vier sei mit einem Minus von rund 300 000 Euro zu rechnen. Weitere 50 000 Euro weniger als geplant könnte die Gemeinde wegen des Einkommensteuersatzes einnehmen. Hier sind im Haushalt knapp 248 000 Euro veranschlagt, tatsächlich sind im ersten Halbjahr mit knapp 107 000 Euro weniger als die avisierten 50 Prozent des Jahresbetrags eingegangen. Besser sieht es bei der Umsatzsteuer und bei der Grunderwerbsteuer aus. Hier scheinen die geplanten Einnahmen in Höhe von gut 124 000 Euro beziehungsweise 135 000 Euro erreicht zu werden.

Entwicklung bei der Gewerbesteuer lässt sich nicht vorhersehen

Schwer einzuschätzen ist laut dem Finanzlagebericht die Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Die Erwartungen liegen bei einer Million Euro, bislang betragen die angeordneten Zahlungen sogar 1,3 Millionen Euro. Die Mehreinnahmen würden aus Nachzahlungen für Vorjahre resultieren, heißt es in dem Bericht. Auf der anderen Seite hätten bislang 16 Gewerbesteuerzahler beim Finanzamt die Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen auf null beantragt. Dies entspricht einer Gesamtsumme von gut 97 000 Euro.

Die Gründe für die Herabsetzung sind der Gemeinde nicht bekannt. Allerdings werde davon ausgegangen, dass alle Anpassungen coronabedingt vorgenommen worden seien.

Das Fazit von Kämmerin Kerstin Pentenrieder liest sich zwar noch nicht besorgniserregend, jedoch warnend. „Die Finanzlage der Gemeinde gestaltet sich derzeit (noch) entspannt“, schreibt sie abschließend in ihrem Bericht. Insbesondere im Bereich der Gewerbesteuer könne sich dies aber mit der Anpassung eines der größeren Gewerbesteuerzahler schnell ändern. Zum aktuellen Zeitpunkt sei der Erlass eines Nachtragshaushaltes jedoch nicht notwendig.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Grafrath finden Sie hier.

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